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Loccum Kirchhof will nur noch schießen
Kirchhof will nur noch schießen
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17:57 25.03.2013
Vorsitzender, neue Vorstandsmitglieder und langjährige Mitglieder des Vereins: Manfred Müller, Frank Janas, Oliver Kräft, Wilfried Brettschneider, Heino Kawen und Heinrich Heumann-Kronenberg.
Vorsitzender, neue Vorstandsmitglieder und langjährige Mitglieder des Vereins: Manfred Müller, Frank Janas, Oliver Kräft, Wilfried Brettschneider, Heino Kawen und Heinrich Heumann-Kronenberg. Quelle: ade
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Loccum (ade). 20 Jahre lang hat Peter Kirchhof die Sparte Bogensport des Schützenvereins Loccum geleitet, hat viele Menschen für den Bogensport begeistert und so manchen großen Erfolg für den Verein verbuchen können. Beim jüngsten Erfolg des Vereins durfte er selbst auf die oberste Stufe des Siegertreppchens steigen – in 2012 wurde Kirchhof Deutscher Meister in der Seniorenklasse. „Eigentlich haben wir die Sparte immer zu zweit geleitet“, sagte er zum Abschied. Ohne die Unterstützung durch seine Frau Ute habe er nicht so intensiv arbeiten können. Mit dem Bogen will er auch weiterhin schießen, der Ehrgeiz, erneut zu gewinnen, hat ihn nicht verlassen – nur die Spartenleitung hat er in die Hände seines bisherigen Stellvertreters Frank Janas gelegt.

Eine weitere personelle Veränderung im Vorstand hat es durch den Rückzug des Spartenleiters Jugend, Björn Müller, gegeben. Einstimmig einigte sich die Versammlung auf Oliver Kräft als dessen Nachfolger. Urkunden und Gratulationen gab es für drei Mitglieder: Heino Kawen, Wilfried Brettschneider und Heinrich Heumann-Kronenberg sind seit jeweils 40 Jahren Mitglied im Verein. Kawen nutzte die Gelegenheit und machte auf sein Vereinsprojekt aufmerksam. Der ehemalige Vorsitzende ist dabei, eine Chronik des Vereins zusammenzustellen zu dessen 100. Geburtstag. Der wird zwar erst in zehn Jahren gefeiert, mit dem Sammeln und Sichten von Unterlagen hat Kawen aber schon begonnen, so dass er eine kleine Revue der Vereinsgeschichte bereits jetzt, zu dessen 90-jährigem Bestehen, vortrug und beispielsweise daran erinnerte, dass in den Anfangsjahren die Anschaffung eines Gewehres einmal mit fünf Millionen Mark in der Vereinskasse zu Buche geschlagen hatte.

Seine erneute Wahl zum Vorsitzenden wollte Manfred Müller nicht kommentarlos über sich ergehen lassen. In den vergangenen Wochen sei ihm zugetragen worden, dass einige Vereinsmitglieder sich beschwert hätten, er sei nicht so oft und intensiv bei allen Veranstaltungen des Schützenvereins dabei, wie einige seiner Vorgänger. Er sei nun seit acht Jahren Vorsitzender und seit rund 20 Jahren im Vorstand des Vereins, sagte Müller. Er kenne sich aus und lasse sich auch gerne darauf ein, noch zwei weitere Jahre dem Verein vorzustehen. Was er aber nicht akzeptieren wolle und was ihn bei der nächsten Gelegenheit dazu bringe, über die Ablehnung des Vorsitzes nachzudenken, das sei Gerede hinter seinem Rücken. Die Versammlung wählte ihn darauf einstimmig, zollte viel Beifall und gratulierte mit dröhnendem dreifachem ‚Gut Schuss’.