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Loccum Kompromiss für die „Halle für alle“
Kompromiss für die „Halle für alle“
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15:27 19.11.2013
Quelle: SN
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Loccum

Der Ort profitiere von der Arbeit des Vereins, meinte Ortsratsmitglied Wolfgang Völkel. Er tue zu wenig für die Jugendarbeit, und jede Gruppe, die die Halle nutze, müsse auch dafür bezahlen, erwiderte sein Kollege Michael Stahlhut. Die Halle werde der städtischen Jugendpflege aber doch kostenlos für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt, warf daraufhin Anke Lampe ein. Der Zuschuss solle nicht vollkommen gestrichen, aber niedrig angesetzt werden, war die Meinung von Ortsbürgermeisterin Dörte Zieseniß. Darauf einigte sich der Ortsrat schließlich.

 Die zu vergebenden Mittel an Vereine und Verbände, die dem Ortsrat in diesem Jahr zur Verfügung stehen, sollen somit wie folgt aufgeteilt werden: jeweils 100 Euro an den Verein der „Halle für alle“ und den Rassegeflügelzuchtverein, jeweils 200 Euro an den Schützenverein und den Verein für Kinder-, Jugend- und Kulturarbeit, 150 Euro an das Blasorchester der Feuerwehr, 250 Euro an den TSV und 91,73 Euro an das DRK. Der Tennisclub geht leer aus, weil er seinen Antrag auf Unterstützung zu spät einreichte.

 Ebenfalls kontrovers hat der Ortsrat diskutiert, wie die Richtlinien für Ehe- und Altersjubiläen künftig gehandhabt werden sollen. Gängige Praxis sei bisher, führte Rehburg-Loccums Bürgermeister Martin Franke aus, zum 80., 90., 95., 100. und allen folgenden Geburtstagen sowie bei Ehejubiläen ab der Goldenen Hochzeit Geschenke von den Ortsräten zu überreichen. In größeren Abständen frage die Verwaltung nach, ob an den Richtlinien etwas geändert werden solle. Deshalb komme dieser Punkt momentan auf alle Tagesordnungen der Ortsräte.

 In Loccum besteht das Geschenk derzeit aus einem Präsentkorb mit einem Geldwert von 36 Euro. Der Aufwand, alle diese Jubilare zu besuchen, sei nicht unerheblich, sagte Zieseniß. Allein für 2014 hat sie 55 solcher Feste in ihrem Plan. Die Besuche seien aber auch bereichernd für die Arbeit im Ort und die beste Möglichkeit, mit den Menschen in Kontakt zu kommen. Sie wolle das gerne auch in Zukunft tun – und bat auch darum, den Präsentkorb beizubehalten, solange sie dieses Amt ausübe. Mit einem Gutschein in der Hand möge sie nicht gerne die Besuche machen – auch wenn manche ihrer Kollegen meinten, dass diese Lösung die bessere sei. Sie habe die Erfahrung gemacht, fügte Zieseniß hinzu, dass ein sichtbares Geschenk immer Freude auslöse, insbesondere seit bei hohen Jubiläen vom Land und vom Landkreis keine Geschenke sondern nur noch Urkunden überreicht würden. Als kleine Spitze fügte sie hinzu, dass sich der Landrat zu solchen Anlässen, wenn denn schon die Geschenke wegfielen, gerne einmal im Südkreis Nienburgs sehen lassen könne. Auf ihre Bitte hin entschied sich der Ortsrat, die Praxis beizubehalten.ade