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Loccum „Mayday“ in der Loccumer Heide
„Mayday“ in der Loccumer Heide
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13:56 06.11.2011
Angekommen: der Dummy wird gerettet. Quelle: ade
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Rehburg-Loccum (ade)

Wer nicht direkt an der Menschenrettung beteiligt war, hatte gute Sicht. Die Feuerwehrleute jedoch, die sich mit Atemschutzgeräten durch die Flure des zerfallenen Gebäudes tasteten, mussten auf den großen Überblick verzichten – um Qualm zu simulieren klebten milchige Folien auf ihren Visieren. Ihren „Kameraden“, von dem sie während des Einsatzes nur noch ein „Mayday!“ über das Funkgerät bekommen hatten, fanden sie trotzdem – und schleiften den 80 Kilogramm schweren Dummy aus der „Gefahrenzone“. Währenddessen pumpten andere Feuerwehrleute große Reservoire voller Wasser, verlegten Schläuche mitten durch den Wald und versuchten in einen Raum zu gelangen, in dem Flammen munter hinter der Tür prasselten.

Hatte die Stadtfeuerwehr ansonsten einmal im Jahr eine überraschende Übung vorbereitet, die alle verfügbaren Kräfte auf den Plan rief, so entschieden sich Heinze und Wulf dieses Mal für eine angekündigte Übung. Viele Feuerwehrleute seien bei den Übungen gar nicht zum Einsatz gekommen, hätten aber ihre Arbeit stehen und liegen lassen müssen oder seien aus dem Schlaf gerissen worden, meinte Heinze. Mit der gezielten Übung in der „Heide“ wolle das Stadtkommando nun insbesondere jüngeren Feuerwehrleuten mit wenig Erfahrung größere Sicherheit für den Ernstfall bieten. Darüber hinaus sollten auch die Ortsbrandmeister geschult werden – wer Einsätze leite, müsse zum einen klare Anweisungen geben können und zum anderen immer den Überblick behalten. Und weil die Übung angekündigt sei, könnten sie sich auch sicher sein, dass alle Beteiligten anschließend gerne noch einen zweiten Schlag aus der Gulaschkanone nehmen mögen.