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Loccum Mit 60 Jahren jung und flexibel
Mit 60 Jahren jung und flexibel
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14:08 12.08.2013
Mit einem Open-Air-Gottesdienst hat der Geburtstag der Heimvolkshochschule Loccum begonnen. Quelle: ade
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Loccum

Von wechselhaften Zeiten und nötigen Veränderungen hat Ingrid Goldhahn-Müller, Superintendentin im Kirchenkreis Stolzenau-Loccum, geredet. Die Direktorin der Heimvolkshochschule, Berbel Unruh, verglich die Einrichtung mit einem Baum – einem großen, starken Baum, den so schnell nichts umwirft und der jedes Jahr neue Früchte trägt. Leonard Bebing, Vorsitzender des Trägervereins der Heimvolkshochschule, plädierte für Transparenz und Struktur als Leitbegriffe für die Zukunft – nicht Sparen. Was andeutungsweise bei vielen der Grußworte zum 60. Geburtstag der Heimvolkshochschule durchklang, hat Oberlandeskirchenrätin Kerstin Gäfgen-Track schließlich ihrerseits mutig aufgegriffen. Sie wisse wohl, dass die Entscheidung der Landeskirche vor einigen Jahren, die Heimvolkshochschulen in die wirtschaftliche Unabhängigkeit zu entlassen – sie also nicht weiter mit Geld der Landeskirche zu unterstützen – nicht unbedingt erfreut aufgenommen worden sei. Die Verantwortlichen in der Landeskirche seien aber der Meinung, keine andere Alternative gehabt zu haben. Wie die Loccumer Heimvolkshochschule mit dieser schwierigen Situation umgehe, sagte Gäfgen-Track, das bewundere sie. Mit 60 Jahren sei solch eine Einrichtung aber ja auch noch jung und unvergleichlich flexibler als mit 850 Jahren wie etwa das benachbarte Kloster Loccum, das soeben dieses hohe Jubiläumsfest feiere.
Den Schwierigkeiten, mit denen die Heimvolkshochschule zu kämpfen hat, war nach diesen Grußworten ausreichend Genüge getan. Zuvor schon hatten rund 300 Menschen im Park einen Gottesdienst gefeiert, der mehr von strahlendem Sonnenschein und nur einem Regenwölkchen heimgesucht wurde, und danach standen neben exzellenter Musik unterschiedlicher Gruppierungen noch Interviewrunden auf dem Programm. Wie Menschen die Einrichtung erlebt haben, welche Erfahrungen sie damit verbinden und wie die Seminare in Loccum ihr Leben geprägt haben, ließ sich Sabine Bulthaup als Moderatorin erzählen. So wie der Vorsitzende des Fördervereins der Heimvolkshochschule, Heinrich Biere, der die Liebe seines Lebens vor Jahrzehnten auf dem Gelände in Loccum kennenlernte, haben auch andere von wichtigen Stationen erzählt, die ihre Aufenthalte dort zu einem unvergesslichen Erlebnis für sie machten. ade

Persönlichkeitsbildung als Auftrag

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Sieben Kirchenkreise – Loccum-Stolzenau, Nienburg, Hoya, Sulingen, Syke, Verden und Rotenburg – haben 1953 den Anstoß zur Gründung der Evangelischen Heimvolkshochschule Loccum gegeben, um Erwachsenenbildung mit christlicher Prägung im ländlichen Raum anbieten zu können. Ziel der Bildungsarbeit der Heimvolkshochschule ist es heute, Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln, die zur freien Entfaltung der Persönlichkeit einzelner Menschen beitragen und die dazu befähigen, die Gestaltung der Gesellschaft im ländlichen Raum unter den Bedingungen raschen ökonomischen, sozialen und demografischen Wandels zu bewältigen. Informationen zum Bildungsangebot der Heimvolkshochschule sind auf der Website www.hvhs-loccum.de hinterlegt. Weitere Informationen werden auch unter der Telefonnummer (0 57 66) 9 60 90 erteilt. ade

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