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Loccum Puttfarken sucht Freiwillige
Puttfarken sucht Freiwillige
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12:42 26.03.2013
Zwischen Abitur und Studium: Lisa Sinsch ist heiß begehrt bei den Kindern in der Loccumer Krippe ‚Puttfarken’.
Zwischen Abitur und Studium: Lisa Sinsch ist heiß begehrt bei den Kindern in der Loccumer Krippe ‚Puttfarken’. Quelle: ade
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Loccum (ade). „Wollen wir ein Buch lesen?“ Kaum hat Lisa Sinsch diese Frage in die Runde gestellt, da kommen schon aus allen Ecken und Winkeln Kinder angelaufen, kuscheln sich dicht an ‚ihre’ Lisa und schauen sich mit ihr die bunten Bilder an. Dass Lisa schon in wenigen Tagen nicht mehr bei ihnen sein wird, haben die Kinder noch nicht realisiert. Wie auch? Schließlich sind die acht Monate, die sie gemeinsam in der Kinderkrippe ‚Puttfarken’ waren, ein großer Teil des bisherigen Lebens der Kleinen und Lisa ist darin immer eine verlässliche Größe gewesen.

Nach dem Abitur wollte Lisa sich in Ruhe nach einem passenden Platz umsehen für das duale Studium, das sie im Bereich Wirtschaft machen will, außerdem etwas tun, das ihr Spaß macht und auch noch als Wartesemester angerechnet wird. So ist die Rehburgerin zu dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) in der Loccumer Kinderkrippe gekommen. Ihre Erwartungen an die acht Monate, die sie dort arbeiten wollte, musste sie schnell revidieren. „Ich dachte, dass das alles Babys sind“, lacht sie – dass Kinder unter drei Jahren durchaus schon viele Dinge tun können, vieles täglich lernen wollen und auch gewillt sind, einen handfesten Streit auszutragen, lernte sie in diesen Monaten ebenso, wie auch mit diesen Situationen umzugehen. Das Wechseln der Windeln der Kinder gehört so selbstverständlich zu ihren Aufgaben wie auch das Schlichten von Meinungsverschiedenheiten und die Küchenarbeit.

Wenn Lisa nun geht, bleibt eine Lücke im ‚Puttfarken’, die zum 1. August wieder geschlossen werden soll. „Bisher haben wir noch keine Bewerbungen bekommen“, sagt Claudia Weiß vom Trägerverein der Kinderkrippe. Freiwilliges Soziales Jahr oder auch Bundesfreiwilligendienst – beides ist möglich für den jungen Menschen, der Lust darauf hat, dort zu arbeiten. In der Kinderkrippe hat die Arbeit, die Lisa und auch ihre Vorgängerin geleistet haben, sehr viel Entlastung und Entspannung in den Krippen-Alltag gebracht. Mit bis zu 15 Kindern unter drei Jahren, die von zwei Erzieherinnen betreut werden, kann es manchmal ganz schön turbulent werden. Eine zusätzliche reguläre Stelle zu besetzen, kann sich die Kinderkrippe, die aus einer Elterninitiative heraus entstanden ist, allerdings nicht leisten. Das Taschengeld, das im Bundesfreiwilligendienst beziehungsweise im Freiwilligen Sozialen Jahr gezahlt wird, hingegen schon.

Wer Interesse an solch einem Jahr im ‚Puttfarken’ hat, kann nähere Informationen unter der Nummer (0 57 66) 20 94 45 oder im Internet unter www.krippe-puttfarken.de bekommen – und gerne gleich eine Bewerbung dorthin schicken.

Mehr zum Bundesfreiwilligendienst: http://www.bundesfreiwilligendienst.de/