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Loccum So manche wollen es wieder tun
So manche wollen es wieder tun
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09:41 12.05.2013
In Gruppen sind die Pilger bereits eingeteilt – nun warten sie am frühen Morgen darauf, in die Kirche zum Pilgersegen einziehen zu können.
In Gruppen sind die Pilger bereits eingeteilt – nun warten sie am frühen Morgen darauf, in die Kirche zum Pilgersegen einziehen zu können. Quelle: ade
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Loccum (ade). Regina Moede und Elke Wöbbeking wollen es wieder tun. „Vielleicht auf dem Jakobsweg – aber dann an dessen Beginn in Polen“, sagen die beiden Frauen. Den überlaufenen Teil dieses Pilgerweges gen Spanien möchten sie lieber meiden. Die kleine Tour von Wiedensahl nach Loccum beim Sternpilgern ist für sie ein erster Versuch gewesen. Positiv ist dieser Versuch verlaufen, auch wenn Hündin Suna zum Ende der Tour noch mitsamt Hunderucksack ins Wasser gesprungen ist. Die Pilgerkarten, die Regina Moede ihrem Hund als Gepäck aufgeladen hatte, sind nun pitschnass.

Ersatz für diese Karten ließ sich auf dem Gelände des Klosters an diesem Tag aber leicht finden, denn zahlreiche Pilger-Initiativen luden ein, sich an ihren Ständen zu informieren. Da fehlte selbstverständlich auch nicht das Haus kirchlicher Dienste, das den Pilgerweg Loccum-Volkenroda betreut und das Sternpilgern zum Loccumer Jubiläumsjahr organisiert hatte. „Eigentlich hatten wir acht Touren geplant, die aus allen Himmelsrichtungen auf Loccum zukommen sollten“, erzählt Susanne Röwer. Das passte aber schnell nicht mehr. So groß war die Nachfrage, dass weitere sechs Pilgertouren angeboten werden mussten. Und darüber hinaus waren da natürlich auch noch die freien Angebote ohne Anmeldung. Mit direktem Start von den Ausgangspunkten - ohne den morgendlichen Segen in der Klosterkirche - oder auch mit dem Fahrrad machten sich noch mehr Pilger auf den Weg. Genaue Zahlen hat Röwer nicht – um die 400 Pilger dürften es aber gewesen sein, sagt sie.

Pilger mit Erfahrung in diesem Metier sind dabei gewesen. Wie Udo Platz, der aus dem benachbarten Schaumburg kommt und schon einmal den gesamten Weg von Loccum nach Volkenroda gegangen ist. Oder Eberhard Sievers, der eine Gruppe von Wiedensahl nach Loccum geführt hat. Bevor er sich einen Platz zum Gottesdienst in der Klosterkirche sucht, hat er eine Ruhepause auf einer Bank vor Klosters Brauteich eingelegt. Das letzte noch verbliebene Butterbrot genießt er dort. Zuvor, erzählt er, habe er aber noch eine Andacht im Kreuzgang mit seiner Gruppe eingelegt. Das ist eines der Elemente, die bei den Pilgergruppen zu beobachten waren: wer in Loccum ankam, suchte sich einen Platz für eine Andacht zum Abschluss der Wanderung. Der Gottesdienst für alle Pilger mit Chor und Orgel ist dann noch das I-Tüpfelchen zum Abschluss eines gelungenen Tages gewesen.