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Münchehagen Bebende Erde in Münchehagen
Bebende Erde in Münchehagen
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15:34 26.08.2013
Restarbeiten an der Pappel: Wer mit Motorsägen bei dem Treffen arbeitet, wird von Rainer Makrutzki (links) und anderen Teilnehmer genau beäugt. Quelle: ade
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Münchehagen

Wieder einmal sind Motorsägen-Fans aus ganz Deutschland nach Münchehagen gekommen. Rainer Makrutzki und Elke Huskamp haben 2006 zum ersten Mal Bekannte aus dem „Motorsägen-Portal“ zu sich eingeladen, um gemeinsam Erfahrungsaustausch und auch schweißtreibende Arbeit mit ihren Motorsägen zu praktizieren. Das erste kleine Treffen hatte sich schnell herumgesprochen, in den Jahren darauf kamen immer mehr Freunde dieser Art der Holzbearbeitung nach Münchehagen und blieben nicht nur für wenige Stunden, sondern teilweise für fünf Tage.
Das ist auch in diesem Jahr so. Rund 50 Anmeldungen haben Makrutzki und Huskamp bekommen. Einer reiste aus dem Allgäu an, Andere aus Schleswig-Holstein. Motorsägen haben sie alle im Gepäck gehabt und wussten auch ziemlich genau, was sie in Münchehagen erwartet: ein Zeltplatz nahe dem Haus, ein Kochfeuer, das eigentlich immer mit Holz gefüttert werden will, weil Gulaschsuppe darüber brodelt, Fachsimpeleien über das gemeinsame Hobby, fachkundige Anleitungen von der Deula, Holzschnitzereien – und als einen der Höhepunkte der Tage auch das gemeinsame Fällen sehr hoher Bäume.
Es hat also gerumst auf dem Münchehäger Acker, und die Erde hat gebebt. Im vergangenen Jahr, sagt Makrutzki, da habe sich tatsächlich zunächst keiner bereit gefunden, eine der Pappeln zu fällen, für die er sich die Genehmigung erbeten hatte. Solche Baumriesen kommen eben auch echten Motorsägen-Freaks nicht jeden Tag vor das Blatt und flößen einigen Respekt ein. Dieses Mal war die Frage des Fällens schneller geklärt, und die Baumfäller haben gebührendes Lob gezollt bekommen. Und manche der Teilnehmer fahren sogar mit einem Anhänger voller Pappelholz nach Hause – mit der Aussicht auf weiteres Holz in den folgenden drei Jahren. Sechs Pappeln stehen jetzt noch, und mehr als zwei Bäume pro Jahr sollen nicht dran glauben. Rainer Makrutzki und Elke Huskamp jedenfalls wollen ihre Gastfreundschaft auch auf die Zukunft ausdehnen.