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Münchehagen Bürger können bei Stammtisch mitreden
Bürger können bei Stammtisch mitreden
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16:45 19.02.2013
Der überwiegende Teil des Ortsrates ist zum ersten Bürger-Stammtisch gekommen, darunter Renate Braselmann, Osman Timur, Marja-Liisa Völlers und Walter Mau.
Der überwiegende Teil des Ortsrates ist zum ersten Bürger-Stammtisch gekommen, darunter Renate Braselmann, Osman Timur, Marja-Liisa Völlers und Walter Mau. Quelle: ade
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Münchehagen (ade)

Er, der er erst seit kurzer Zeit Mitglied im Orts- und Stadtrat sei, habe beobachtet, dass der größte Anteil dessen, was für Rehburg-Loccum entschieden werde, von der Verwaltung komme, sagt Osman Timur. Das sei für ihn der Grund gewesen, Braselmann die Einrichtung des Bürgerstammtisches vorzuschlagen – weil er sich wünsche, dass die politische Schiene mehr zu Wort komme. Das wiederum soll geschehen, dass die Bürger selbst sagen könnten, wo sie der Schuh drücke, welche Probleme, Wünsche oder auch Vorschläge sie haben. Und so kommt es, dass für einen ersten Stammtisch alle Münchehäger eingeladen worden sind, in solche Diskussionen einzusteigen.

Acht Menschen sind gekommen und sitzen in der Gaststube von Münchehagens "Deutscher Eiche". Im Zentrum hat sich der Ortsrat niedergelassen. Neben Braselmann und Timur sind auch Marja-Liisa Völlers und Walter Mau da. Einige Fragen und Anregungen haben die Bürger mitgebracht. Ob die Zuteilung zu Wahllokalen überarbeitet werden könne, wie die neue Boulebahn im Baugebiet "Im Dorfe" eingeweiht werden solle, wie beim Schützenfest das 50-jährige Bestehen der Rotts in das Programm integriert werden und auch, wie die Arbeit des Seniorenbeirates mehr den Bedürfnissen der Menschen gerecht werden könne.

Was es mit der Gästeführung, die für Münchehagen geplant werden, auf sich habe, möchte ein Einwohner wissen. Das wird schließlich in der kommenden Ortsratssitzung diskutiert. Zu manchen Punkten verweisen die Mitglieder des Ortsrates darauf, dass noch interne Gespräche anberaumt seien, bevor sie Auskunft geben könnten, andere wollen sie an die Verwaltung weiterreichen, damit diese im Ortsrat Antworten parat habe. Mehr noch dreht sich die Diskussion an diesem Abend um Sinn und Zweck des Stammtisches.

Walter Mau gesteht, dass er der Idee zunächst skeptisch gegenüber stand. Das Dorfleben, das finde in den Vereinen statt. Wer dort sei, der bekomme auch zu hören, was die Bürger bewege. Mittlerweile heiße er den Stammtisch aber doch gut – weil eben nicht alle in den Vereinen organisiert seien und mancher in diesem konzertierten Gespräch mit dem Ortsrat doch noch weitere Aspekte vortrage. Das gab Zustimmung von den Gästen, genau aus diesem Grund seien sie gekommen. Was sie bemängelten, war lediglich die recht kurzfristige Einladung und die Unklarheit darüber, was sie an diesem Abend erwarte. Die Ortsbürgermeisterin gelobte Besserung – die nächste Einladung soll frühzeitiger ergehen.