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Münchehagen Ziel ist der Erlengrund
Ziel ist der Erlengrund
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19:57 25.08.2010
Familiäre Atmosphäre: Birgitt Hille, Inhaberin des Campingplatzes, begrüßt Inge Purschke (links) mit einem Küsschen. Foto: ade
Familiäre Atmosphäre: Birgitt Hille, Inhaberin des Campingplatzes, begrüßt Inge Purschke (links) mit einem Küsschen. Foto: ade
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Das Campen hat Inge Purschke schon immer geliebt. Anfang er sechziger Jahre ist sie mit ihrem Mann noch mit dem Fahrrad gen Bannsee gefahren, mit einem kleinen Zelt auf dem Gepäckträger. Später wurden daraus ein Motorrad und der „Weiße Berg“ bei Mardorf. Ein umgebauter Bus folgte –{FSPACE}da hatten sie bereits den „Erlengrund“ entdeckt.
War das Ehepaar anfangs noch reiselustig mit Münchehagen als festem Anlaufpunkt, so zog es sie mit den Jahren immer mehr in den Erlengrund bis ein Häuschen mit kompletter Einrichtung auf ihrer Parzelle entstand.
„In den ersten Jahren“, erinnert sich Inge Purschke, „sind wir mit weißen Füßen angekommen und mit schwarzen Füßen abgefahren.“ Kohlestaub war es, der der Familie Purschke die Füße verfärbte, wenn sie am Wochenende zum Erlengrund fuhren denn dort, wo heute auf kleinen Parzellen Holzhäuschen mit Gärten stehen, wurde einst Bergbau betrieben.
„Die Halde“ wird der Platz genannt, weil dort der Abraum aus dem Kohlebau aufgeschüttet wurde. Den hartnäckigen Staub haben die Feriengäste mittlerweile überwunden: eine dicke Schicht Mutterboden lässt Pflanzen gedeihen und sorgt dafür, dass die Füße sauber bleiben.
Inge Purschke sucht sich zum Gespräch einen Platz in der Sonne aus. Von dort hat sie einen guten Überblick über ihr kleines Reich: das Häuschen mit Wohn- und Schlafzimmer, mit Bad, Küche und Wintergarten. Gut überblicken kann sie so auch den Garten mit der Rasenfläche, mit Vogelhäuschen und den Setzlingen, die sie noch einpflanzen will. „So lange ich noch Auto fahren kann, komme ich immer wieder her“, sagt die 76-Jährige.
Dabei wollte sie ihren Platz auf der Halde vor mehr als zehn Jahren eigentlich abgeben, damals, als ihr Mann starb und sie nicht wusste, wie alles allein bewerkstelligen sollte. „Inge, das kannst du doch nicht machen“, haben die Nachbarn damals gesagt und versprochen ihr zu helfen, wenn das Haus gestrichen oder der Rasen gemäht werden muss.
Das ist es, was sie so schätzt am „Erlengrund“: die Gemeinschaft. Deshalb hat sie sich selbst nach einer Wirbelsäulen-Operation immer wieder auf den Weg gemacht, ganz gleich ob die Sonne schien oder Schnee lag.
Früher sei sie mit Gruppen aus der Nachbarschaft oft zum Wilhelmsturm gegangen, erinnert sie sich, auch Fahrradtouren hätten sie gemeinsam gemacht. Das schaffe sie nun nicht mehr, aber bei Feiern auf der Halde sei sie immer noch dabei.
Die Nachbarin von gegenüber kommt auf einen Klönschnack vorbei und von der Inhaberin des Campingplatzes, Birgitt Hille, wird Inge Purschke mit einem Küsschen begrüßt. Familiär ist die Atmosphäre, das ist bei jedem Wort spürbar. Und das ist es, weshalb Inge Purschke seit 42 Jahren gern nach Münchehagen kommt.
Bild 1: Familiäre Atmosphäre: Birgitt Hille, Inhaberin des Campingplatzes, begrüßt Inge Purschke (links) mit einem Küsschen. ade
Bild 2: Ein Platz in der Sonne im eigenen Garten: Inge Purschke liebt ihren Dauer-Campingplatz im Erlengrund und das seit 42 Jahren. ade
Bild 3: Klönschnack zwischendurch: Birgitt Hille (rechts) schaut bei Inge Purschke vorbei. ade

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