Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Rehburg Ärmel hochkrempeln und Köpfe heiß reden
Ärmel hochkrempeln und Köpfe heiß reden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:35 31.01.2011
Ein großer Plan, viele Meinungen und ein gemeinsames Ziel: Rehburger Bürger arbeiten an der Gestaltung ihres Straßenraumes.
Ein großer Plan, viele Meinungen und ein gemeinsames Ziel: Rehburger Bürger arbeiten an der Gestaltung ihres Straßenraumes. Quelle: ade
Anzeige

Rehburg (ade). In der zweiten Hälfte des Abends ist es konstruktiv geworden. Da haben sich die rund 40 Rehburg-Loccumer in vier Gruppen zusammen gesetzt, haben die Ärmel hochgekrempelt und sich die Köpfe darüber heiß geredet, wie die Landesstraße, die durch Rehburg führt, auf dem Abschnitt in der Ortsmitte sicherer und schöner werden kann. Geschäftsleute, die täglich 12.000 bis 15.000 Fahrzeuge vor ihren Läden sehen, waren darunter. Unternehmer und Landwirte, deren Fahrzeuge die Straße mangels Umgehung nutzen, Rehburger, die an dem Abschnitt leben und solche, deren Kinder Schulen und Kindergarten nutzen, ebenso. Sie alle wollen wollen ihre Erfahrungen einbringen, ihre Wünsche formulieren und hoffen auf eine Lösung für den überlasteten Ortskern.

Mit der Aufnahme Rehburgs in das Förderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ war für die Stadt klar, dass an diesem Punkt gearbeitet werden muss. Das Modell „Shared Space“ – ein niveaugleicher Straßenbereich ohne Beschilderung und mit einheitlichem Straßenbelag – war für die Verwaltung eine mögliche Lösung. Die Entscheidung soll jedoch den Bürgern überlassen bleiben und so hatte der Leiter des Bauamtes, Martin Franke, zum ersten von drei Treffen eines Arbeitskreises eingeladen.

Über ein Straßenbild à la „Shared Space“ oder einen niveaugleichen Ausbau mit Trennung von Fußweg und Straße oder aber Hochborde zur Trennung der Räume sollten die Bürger diskutieren. Sollten sich darüber unterhalten, welche Geschwindigkeitsbegrenzungen angemessen sind, wie Markt- und Kirchplatz miteinander vernetzt werden können und weitere Aspekte einbringen, die bisher nicht berücksichtigt wurden.

Was erarbeitet wurde, an diesem Abend, das wird das Planungsbüro nun zusammenfassen und einen ersten Entwurf beim Treffen des Arbeitskreises im März vorlegen. Dann wird erneut diskutiert, angenommen, verworfen und auch neue Aspekte sowie neue Teilnehmer sind dann willkommen.

Bei den anstehenden Planungen, von denen bisher niemand sagen kann, wohin sie gehen, gibt es auf jeden Fall schon einen Lichtblick: Dietmar Thomsik, stellvertretender Leiter der Nienburger Straßenverkehrsbehörde, ermunterte die Bürger in der Versammlung, sich zu beteiligen, positiv an den Prozess heranzugehen und zu schauen, was dabei herauskommt. Seine Behörde wird den endgültigen Plan zur Genehmigung auf den Tisch bekommen.