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Rehburg Henker schlug 1851 zuletzt zu
Henker schlug 1851 zuletzt zu
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20:33 13.04.2010
Noch wird der Gedenkstein von einem Traktor ausbalanciert, in dem dahinter liegenden Wäldchen dann aufgestellt und mit der Aufschrift „Letzte Hinrichtung 1851 Köppeberg“ versehen. ade
Noch wird der Gedenkstein von einem Traktor ausbalanciert, in dem dahinter liegenden Wäldchen dann aufgestellt und mit der Aufschrift „Letzte Hinrichtung 1851 Köppeberg“ versehen. ade
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Rehburg. Ein Vatermörder aus Schneeren war es, dessen Kopf der Henker 1851 von seinem Leib trennte. Es war die letzte aktenkundige Hinrichtung, die dort stattfand. Seinen Namen hat der Köppeberg jedoch beibehalten. War der kleine Hügel nahe der Biogasanlage im Norden Rehburgs damals noch gerodet, damit das Publikum, das zu Hunderten zu dem Spektakel kam, freie Sicht hatte, so sind mittlerweile Laub- und Nadelbäume auf dem Grundstück gewachsen.
Als kleinen Ruheplatz will der Bürger- und Heimatverein nun diese Stätte herrichten. Neben dem Stein inmitten des Wäldchens soll eine Bank aufgestellt werden und auch ein kleiner Stichweg über die Felder ist geplant. Bislang kann der Köppeberg ausschließlich über Ackerland erreicht werden.
Auch eine zweite Hinrichtungsstätte in Rehburg wollen die Vereinsmitglieder noch markieren. Dort, in der Nähe der Jägerstraße, seien die Verurteilten auf noch grausamere Arten um ihr Leben gebracht worden, erzählte Gustav Lüer, während der Stein aufgestellt wurde. Der ehemalige Stadtdirektor Rehburgs ist Eigentümer des Köppebergs und hatte dem Verein die Erlaubnis gegeben, den Stein aufzustellen. ade