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Rehburg Rückenwind für Stadt zum Klosterjubiläum
Rückenwind für Stadt zum Klosterjubiläum
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17:22 07.04.2011
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Rehburg-Loccum (ade). „Es gibt allen Anlass, das zu feiern“, meinte Bürgermeister Dieter Hüsemann. Ohne das Kloster gäbe es den Ortsteil Münchehagen vermutlich nicht. Rehburg habe wahrscheinlich seine Bedeutung als Gegenpol zum allmächtigen Kloster bekommen, und auch Winzlar und Bad Rehburg sähen anders aus. Nach jetzigem Stand werde das Kloster in 2013 das Jubiläum feiern. Der Wunsch, dass die Stadt sich auch beteiligen möge, sei aus dem Kloster an ihn herangetragen worden. Mit vielfältigen Aktionen, die nicht in Konkurrenz zu dem Klostergeschehen treten sollten, wolle die Stadt dieses tun.

Hüsemann führte Stadtführungen an, die zum einen jeder Interessierte anhand einer Broschüre auf markierten Wegen machen könne. Mit professionellem Drehbuch und in historischen Kostümen sollten zudem Stadtführer Gruppen für die Orte interessieren. Info-Tafeln an historischen Gebäuden sollten aufmerksam machen, Fahnen und Plakate ebenso.

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In Bad Rehburg sollten Ausstellungen entwickelt werden, die beispielsweise die Medizinalgeschichte des Ortes – auch in der Wechselbeziehung zum Kloster – thematisieren. Ernst Jünger, Ehrenbürger der Stadt, sei ein weiteres Highlight, das aufgegriffen werden könne. Und wenn es um Veranstaltungen gehe, sei beispielsweise ein Rock-Konzert etwas, das garantiert nicht in Konkurrenz zu den Klosterveranstaltungen stehe.

Interessierte und kompetente Bürger wolle er in den kommenden Wochen zu einem Arbeitskreis zusammenfügen, um die Planungen zu beginnen. Wichtig bei allen Planungen sei, dass dieses Jubiläum nicht als ureigenste Loccumer Angelegenheit betrachtet werde. Die Stadt müsse sich als Einheit begreifen.

Den Rückenwind des Kulturausschusses wünschte sich Hüsemann für diese Pläne – und den bekam er einstimmig. „Da kann man nur zustimmen“, sagte Vera Hauser (FDP) und fügte hinzu, dass diese Chance, Stadtmarketing zu betreiben, auch ein Schwerpunkt im Finanzhaushalt der Stadt werden müsse. Bisher, sagte sie, sei für Werbemaßnahmen und Marketing stets so gut wie kein Budget vorgesehen gewesen. Wenn die Stadt vorankommen wolle, müsse sie in diesen Bereich investieren.