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Rehburg Verkehrte Welt in Rehburg
Verkehrte Welt in Rehburg
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21:08 11.07.2011
Drei neue Könige – flankiert vom Ortsbürgermeister und seinen Stellvertreterinnen – hat Rehburg: Karl-Heinz Volger, Andreas Pfeiffer und Daniel Haupt. © ade
Drei neue Könige – flankiert vom Ortsbürgermeister und seinen Stellvertreterinnen – hat Rehburg: Karl-Heinz Volger, Andreas Pfeiffer und Daniel Haupt. © ade
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Rehburg (ade). Fünf Jahre lang muss Jünke nun eine Doppelfunktion bewältigen, denn neben dem neuen Amt als „Kaiser“ ist er als Marktmeister für die städtischen Feste zuständig, ist derjenige, der sie vorbereitet, koordiniert, der als Erster kommt und erst geht, wenn alle anderen sanft schlummern. Dass er diese Aufgaben bei den folgenden Schützenfesten nicht ganz so gut erfüllen könne, das sei wohl klar, sagte Hüsemann – schließlich habe er neue Verpflichtungen. Lösungen und Unterstützung für den „Kaiser“ werde es aber bestimmt geben.

Hatte Jünke seit zehn Jahren die Aufgabe, den Bürgermeister am frühen Montagmorgen zu den Rotts zu kutschieren, so begleitete Hüsemann dieses Mal seinen „Kaiser“ – und genoss die Fahrt offensichtlich. Statt des biederen Dienstwagens hatten die Rehburger ihrem „Kaiser“ einen offenen Chevrolet samt Chauffeur zur Verfügung gestellt. Stilvoll sollte es schon zugehen.

Die neuen Könige bekamen nicht so viel Gelegenheit, sich feiern zu lassen. Erst am Montagabend stand fest, dass Karl-Heinz Volger (Rott Hauser) erster König, Andreas Pfeiffer (Rott Haaßio) zweiter König und Daniel Haupt (Rott Kahle) dritter König von Rehburg sind. Den Königsball nutzten die Rehburger dennoch voll und ganz. „Kaum zu glauben“, freute sich Stadtratsmitglied Elke Lustfeld, „gestern haben die hier stundenlang auf den Tischen getanzt.“ So viel Stimmung habe sie seit Jahren nicht mehr beim Schützenfest erlebt.

Erfolg auf ganzer Linie meldete der Ortsbürgermeister auch beim großen Ausmarsch am Montag: 275 Herren mit schwarzen Anzügen, Zylinder und Gewehr hatten sich in den Rotts des Heidtorviertels versammelt, 287 Männer im Mühlentorviertel. Der Appell auf dem Marktplatz war für Lempfer seine letzte Gelegenheit, „Alles hört auf mein Kommando!“ zackig in das Mikrofon zu rufen – zur kommenden Kommunalwahl will er sich nicht wieder aufstellen lassen.