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Rehburg Wenn der Trecker zum Mobilitätsgaranten wird
Wenn der Trecker zum Mobilitätsgaranten wird
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11:36 02.07.2012
Mit seinem historischen Bungartz ist Alfred Witte auch mit 92 Jahren noch mobil - und beim Treckertreffen als Mitglied der Rehburger Oldtimer ohnehin dabei.
Mit seinem historischen Bungartz ist Alfred Witte auch mit 92 Jahren noch mobil - und beim Treckertreffen als Mitglied der Rehburger Oldtimer ohnehin dabei. Quelle: ade
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Rehburg (ade)

Alfred Witte ist – im Vergleich zu seinem eigenen Alter – mit einem „Youngster“ angereist. 1970 wurde sein Bungartz gebaut, ist damit 42 Jahre alt – und 50 Jahre jünger als Witte. Einem Obstbauern im Alten Land habe er das gute Stück quasi abgeschwatzt, erzählt Witte. Bereut hat er diese Investition nie, denn der Trecker bringt ihn überall dorthin, wo die Beine des 92-Jährigen nicht mehr mitspielen. Wie beispielsweise zum Treckertreffen der Rehburger Oldtimer. Dort haben er und sein Trecker einen Ehrenplatz bekommen, mit dem alten Schäferhaus im Hintergrund und gutem Überblick über den Platz. Schließlich ist Witte nicht nur Gründungsmitglied der „Oldtimer“, sondern auch Ehrenmitglied und oft auch noch bei den monatlichen Treffen dabei.

 Um alles sehen zu können, erzählt er, habe er zu Beginn des Treffens eine Runde über den Platz gedreht – natürlich auf seinem Bungartz. Was er dort sehen konnte, waren 187 Fahrzeuge: Traktoren und landwirtschaftliche Maschinen, aber auch Autos und Motorräder. Einzige Bedingung für diejenigen, die ihre Fahrzeuge zeige wollten, war auch bei diesem Treffen, dass sie ein „H“ hinter der Zahl auf dem Nummernschild führen dürfen. Das älteste der Modelle in diesem Jahr war die fahrbare Bandsäge, mit der Winfried Meyer angereist war. Damit dieser Oldtimer zeigen konnte, was er drauf hat, stand ein Anhänger voller Holz direkt daneben.

 Stand die Bandsäge inmitten vieler anderer Maschinen, so hatte Alfred Witte beim Wettkampf „Mensch gegen Maschine“ freie Sicht. Der Traktor, mit dem Oldtimer-Mitglied Bernd Sandmann sich gegen die Muskelkraft etlicher Männer stemmte, ging klar zugunsten seiner Maschine aus. Es hätten vielleicht doch einige Männer mehr das Seil in die Hand nehmen müssen, statt tatenlos zuzusehen, meinten die Oldtimer.