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Stadt Rehburg-Loccum Aktiven Eingriffen in Deponie ein Ende bereiten
Aktiven Eingriffen in Deponie ein Ende bereiten
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18:15 13.12.2012
Das Bewertungsgremium – bestehend aus Christian Poggendorf, Meinfried Striegnitz und Frank Schmidt – lässt sich von den Vertragsparteien über die Schulter schauen.
Das Bewertungsgremium – bestehend aus Christian Poggendorf, Meinfried Striegnitz und Frank Schmidt – lässt sich von den Vertragsparteien über die Schulter schauen. Quelle: ade
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Rehburg-Loccum (ade)

Die betroffenen Kommunen, die Anliegergemeinschaft und das niedersächsische Ministerium für Umwelt und Klimaschutz sind auch in diesem Jahr diejenigen gewesen, die hören wollten, welche neuen Entwicklungen es auf der Deponie gibt. Als Vorsitzender des Bewertungsgremiums gab Meinfried Striegnitz ihnen Auskunft. Nach wie vor sei es so, dass keine Schadstoffe aus der Deponie austräten. Das Monitoring zur Überwachung sei aussagekräftig, und weitere Schritte müssten demnach momentan nicht eingeleitet werden.
Berichtet hat Striegnitz aber auch von dem neuesten Schritt in der Anlage. Das Gas, das bisher in großen Mengen aus dem Deponiekörper abgepumpt worden sei, werde seit rund 21 Monaten nur noch passiv über einen Filter abgeleitet. Das Abpumpen habe einen Unterdruck in der Deponie erzeugt, der wiederum dazu führte, dass das Wasser ebenfalls hochgezogen wurde. Um den aktiven Eingriffen in die Deponie ein Ende zu bereiten, sei dieser Schritt gegangen worden – als Versuch über zwei Jahre. Die bisherigen Erfahrungen seien gut. Ob der passive Betrieb beibehalten werde, solle aber erst im Sommer 2013 endgültig entschieden werden, wenn der Versuchszeitraum abgelaufen sei und die Bewertung vorgenommen wurde. Die Anlagen zum Abpumpen blieben auf jeden Fall auf dem Gelände und auch betriebsbereit, sodass jederzeit wieder umgestellt werden könne.
2013 stehe auch die nächste große Statusuntersuchung an, sagte Striegnitz, die „alle paar Jahre“ durchgeführt werde. Aus dieser Untersuchung solle dann ein langfristiges Konzept für die Überwachung entwickelt werden – langfristig, sagte Striegnitz, bedeute Jahrzehnte. Die Empfehlungen aus der Untersuchung würden im Dezember 2013 vorgestellt und seien auf eine weitere zweijährige Erprobungsphase ausgelegt. Danach und auf der Grundlage der dann gewonnenen Erkenntnisse müssten die Vertragsparteien sich zu neuen Verhandlungen an den Tisch setzen. Der derzeit gültige Vertrag zwischen Kommunen, Anliegern und Ministerium hat eine Laufzeit bis 2016.