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Stadt Rehburg-Loccum Die Ära Hüsemann geht zu Ende
Die Ära Hüsemann geht zu Ende
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11:59 25.02.2011
Kennt die Rehburg-Loccumer Verwaltung in- und auswendig: Martin Franke.
Kennt die Rehburg-Loccumer Verwaltung in- und auswendig: Martin Franke. Quelle: ade
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Rehburg-Loccum (ade). 1989 kam Dieter Hüsemann als Stadtdirektor nach Rehburg-Loccum, seit 2001 ist er hauptamtlicher Bürgermeister. Gewählt worden ist er eigentlich bis 2014. Doch schon bei der vorhergehenden Wahl hat er angekündigt, dass seine Amtszeit mit seinem 65. Geburtstag enden soll. Den wird er im Januar 2012 feiern.

Mit Martin Franke, Anne Sator und Josef Dreier haben bisher drei Rehburg-Loccumer verkündet, dass sie sich für diese Wahl aufstellen lassen.

Von der Pike auf hat Martin Franke die Arbeit in der Rehburg-Loccumer Verwaltung kennengelernt. Der 44-Jährige hat seine Ausbildung dort gemacht, neben der Arbeit in der Verwaltung ein Studium zum Verwaltungsbetriebswirt gemacht und ist seit 2006 allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. Als parteiloser Kandidat tritt er an, Unterstützung hat ihm die CDU signalisiert. „Ich glaube, dass ich es kann“, sagt er, eine konsequente Entwicklung seiner bisherigen Tätigkeit sei dieser Schritt und außerdem habe er großes Interesse daran, die Entwicklung seiner Heimatstadt als Wohn- und Wirtschaftsfaktor zu gestalten. Schwerpunkte seiner Arbeit sieht Franke in der Gestaltung der demografischen Entwicklung durch gezieltes Stadtmarketing. Auch die finanzielle Leistungsfähigkeit und die Veränderung der Verwaltungsarbeit hin zum Management, bei dem mehr agiert als reagiert werde, sind seine Ziele.

Politische Kompetenzen hat Anne Sator zum einen durch ihr Politikstudium, zum anderen als Ratsmitglied und durch ihre Arbeit im SPD-Ortsverein. Den Rehburg-Loccumern ist sie spätestens seit ihrer Moderation des Bürgerbeteiligungsprozesses „Rehburg-Loccum 2030“ bekannt. Kompetenzvielfalt sei bei den anstehenden Aufgaben gefragt, sagt die 47-Jährige - und die bringe sie mit. Um der Verwaltungsarbeit gerecht werden zu können, bildet sie sich in Wochenendseminaren weiter. Drei Themen stehen bei Sator im Vordergrund: Kinder und Jugendliche will sie in den Mittelpunkt rücken und deren Chancen durch die Vernetzung der Bildungslandschaft verbessern. Um die Wirtschaft in Schwung zu bringen, ist es ihr Ziel, einen Wirtschaftsförderer zu etablieren, der sich als ‚Kümmerer‘ versteht. Und Bürgerbeteiligung soll bei ihr stärker gefördert werden. Anne Sator, die seit 14 Jahren in Rehburg-Loccum lebt, tritt als Kandidatin der SPD an.

Der dritte Kandidat ist der Einzige, der bereits bei der vorhergehenden Wahl angetreten ist. Der parteilose Josef Dreier arbeitete als Feuerwehrmann, bis er 1992 pensioniert wurde. Von dem ersten Scheitern hat der Münchehäger sich nicht entmutigen lassen.