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Stadt Rehburg-Loccum „Ein Abt zum Anfassen“
„Ein Abt zum Anfassen“
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18:59 24.01.2011
Horst Hirschler wird Ehrenbürger der Stadt Rehburg-Loccum.
Horst Hirschler wird Ehrenbürger der Stadt Rehburg-Loccum. Quelle: ade
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Rehburg-Loccum (ade). Einen kleinen Festakt wird es am Donnerstag, dem 3. Februar, im Loccumer Kloster geben. Dann übergibt Rehburg-Loccums Bürgermeister Dieter Hüsemann die Urkunde an Horst Hirschler, die ihn als Ehrenbürger der Stadt ausweist. Eine alltägliche Ehre ist das nicht, zuvor wurde diese Auszeichnung erst einmal - im Jahr 1965 - an den Schriftsteller Ernst Jünger verliehen, der seine Jugendjahre in Rehburg-Loccum verbrachte.

In seiner Jugend hatte der gebürtige Stuttgarter Horst Hirschler mit dieser Stadt, deren Ehrenbürger er nun wird, noch nichts im Sinn. Das änderte sich jedoch spätestens, als er 1970 Konventual-Studiendirektor im Predigerseminar des Loccumer Klosters wurde und mit seiner Frau und den vier Söhnen eine Wohnung auf dem Klostergelände bezog. Sieben Jahre blieb die Familie dort, dann zog es sie zunächst nach Göttingen, wo Hirschler Landessuperintendent des Sprengels Göttingen wurde, bevor er ab 1988 die Geschicke der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers als Bischof leitete.

Welche Bedeutung Loccum nach wie vor für ihn hatte, lässt sich daran bemessen, dass er als Landesbischof im Ruhestand gerne Abt des Loccumer Klosters werden mochte. Das ist einer der Gründe, weshalb er nun Ehrenbürger wird.

Hirschler sei einer der wenigen Äbte des Loccumer Klosters, die sich bewusst dafür entschieden hätten, in Rehburg-Loccum zu wohnen, sagt der Bürgermeister. Die Verbindung zwischen dem Amt des Abtes und dem Kloster, die er damit zum Ausdruck gebracht habe, sei auch ein Ausdruck der Verbundenheit zu der Stadt. Darüber hinaus sei Hirschler maßgeblich dafür verantwortlich, dass das Kloster neben seiner Kernaufgabe als geistliches Zentrum auch eine Öffnung in touristischer Hinsicht erfahren habe. Regelmäßige Führungen durch das Kloster, alljährliche Konzertreihen, der Pilgerweg Loccum-Volkenroda, mittelalterliche und andere Feste sind nur einige Stichpunkte. Hirschler sei es auch gewesen, der sich dafür eingesetzt habe, dass die Kirche auf die Bürger zugehe - so sei er der erste Abt gewesen, der in Feuerwehrgerätehäusern gepredigt habe, sagt Hüsemann. Als engagierter Bürger habe er die Stadt zudem beispielsweise dabei unterstützt, den Ausbau der Landesstraße 360 in Loccum durchzusetzen. Alles in allem erlebten die Rehburg-Loccumer mit Hirschler einen ‚Abt zum Anfassen‘. Das allein sei schon Grund genug, ihn zum Ehrenbürger der Stadt zu machen.

Hirschler und seine Frau fühlen sich seit Jahren heimisch in Rehburg-Loccum. Gerne seien sie hier, sagt der 77-Jährige, und er als Abt freue sich, dass das wahrgenommen werde.