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Stadt Rehburg-Loccum Kultur im rotierenden System
Kultur im rotierenden System
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12:52 27.08.2012
Übergreifend: für ein großes Bild, das im Atelier von ‚Lust auf Kunst’ gezeigt wird, betätigen sich an vielen Spielorten des ‚Sonntag im August’ Gäste als Künstler. Quelle: ade
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Rehburg-Loccum (ade). Die Klänge des Saxophonquartetts Hannover schallten von der Terrasse der Wandelhalle der ‚Romantik Bad Rehburg’ weit in den Ort hinein, waren gleichzeitig aber auch noch für alle diejenigen eine schöne Untermalung zum Frühstück, die es vorgezogen hatten, im Restaurant ‚Carpe Diem’ zu sitzen – des Wetters wegen, das mit Regenwolken drohte. Etliche der Besucher hatten zu diesem Zeitpunkt bereits das erste Angebot des ‚Sonntag im August’ hinter sich mit dem Gottesdienst in der Winzlarer Kapelle. Musik als einer der Schwerpunkte dieses Gottesdienstes ließ auch ihn unter den Oberbegriff ‚Kultur’ fallen.

Während von der Terrasse die Saxophone erklangen, hatte Evelyn Rossa ihr Gepäck in der ‚Romantik’ entladen. Die erste von mehreren Stationen des Tages war es für die Vorsitzende des Loccumer Vereins ‚Lust auf Kunst’. Mit kleinen Leinwänden und bunten Malutensilien lud sie an diversen Punkten in der Stadt jeden Interessierten ein, ein Bild zu malen. Zum Ende des Tages fügte sie alle kleinen Exponate zu einem Gesamtkunstwerk im Loccumer Atelier zusammen.

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Der Dino-Park in Münchehagen konnte nicht auf Reisen gehen, bot stattdessen aber pro Familie zwei Kindern freien Eintritt an, wohingegen der Rehburg-Loccumer ‚KulTour-Verein’ schon in seinem Namen führt, dass er auf ‚Tour’ ist. Sein Vorstand hatte sich den Rehburger Bürgersaal als Spielort und die Blue Friday Jazz Combo als Protagonisten ausgewählt – zur Mittagszeit und bevor die Evangelische Heimvolkshochschule Loccum Gäste zur Kaffeehausmusik erwartete. Dass diese bevorzugt zur Kaffeezeit serviert wird, versteht sich von selbst, dass Loccums Stiftskantor Michael Merkel die Tasten des Flügels zum Klingen brachte allerdings nicht unbedingt, denn auch bei dem Konzert im Kloster zum Abschluss des Tages übernahm er eine Hauptrolle: sein Part war die Orgel bei ‚Trompete und Klavier’.

Den zahlenmäßig größten Zuspruch des Tages hatte die Heimvolkshochschule, wo die Mitarbeiter eilends auf freien Flächen im Saal weitere Tische und Stühle drapieren mussten. Ganz im Sinne der Veranstalter tauchten dort etliche Besucher auf, die das ‚rollende System’ des Tages ausgenutzt und von einer Veranstaltung zur nächsten gefahren waren. Viele weitere Gäste nahmen für sich aber auch nur einzelne Teile in Anspruch. Dass zudem – mit Ausnahme von Getränken und Speisen – die Angebote allesamt kostenlos waren, schuf einen zusätzlichen Anreiz, den ‚Sonntag im August’ wahrzunehmen.

Ob solch ein Tag, an dem diejenigen, die sich in Rehburg-Loccum für Kultur zuständig fühlen, gemeinsam und an vielen Orten agieren, auch im kommenden Jahr organisiert werden soll, dazu wollte noch niemand eine definitive Auskunft geben. Frohe Gesichter von allen Akteuren und tendenzielle Aussagen in diese Richtung lassen aber hoffen, dass ein Sonntag im August kein Einzelfall war.