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Stadt Rehburg-Loccum Rehburg-Loccum schrumpft um ein Viertel
Rehburg-Loccum schrumpft um ein Viertel
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15:05 23.06.2011
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Rehburg-Loccum (ade). „Kein kommunales Handlungsfeld bleibt unberührt“, sagte Bürgermeister Dieter Hüsemann. Angefangen bei sinkenden Einnahmen über Kindertagesstätten und Schulen, die Unterhaltung von Sportstätten und Bädern bis zur Aufrechterhaltung der Freiwilligen Feuerwehren, werde sich der demografische Wandel auf das Leben in der Stadt auswirken. Habe Rehburg-Loccum in 2002 noch rund 11 000 Einwohner gehabt, so lauteten die Prognosen, dass für 2030 mit weniger als 8 000 Einwohnern zu rechnen sei. Im Landkreis Nienburg sei die Stadt mit diesen Schrumpfungen einsame Spitze. Keine Katastrophe, aber eine Herausforderung sei diese Entwicklung, die Diskussionen über den Umgang mit dieser Situation machten es nötig, Überlegungen für die ganze Stadt anzustellen und nicht nur jeweils Einrichtungen in einzelnen Ortsteilen im Blick zu haben.

Schmerzhafte Entscheidungen müssten über kurz oder lang wohl getroffen werden, sagte der Vorsitzende des Ausschusses, Cord Strohmeier, und meinte damit, dass auf Dauer nicht sämtliche Einrichtungen der Stadt erhalten bleiben könnten. „Wir müssen auch definieren, bis zu welcher Einwohnerzahl wir noch handlungsfähig sind“, warf Vera Hauser ein. Gute Gründe und gute Chancen gebe es, diese Stadt zu erhalten, meinte Hüsemann, dazu brauche sie aber „starke Partner“.

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Dieser erste Demografiebericht dürfe nicht der letzte sein, fügte Hüsemann hinzu. Stelle dieser den Ist-Zustand dar und gebe Prognosen für die Zukunft, so müsse der nächste Bericht Handlungsempfehlungen enthalten. Mit denen müsse sich dann der neue Rat nach der Kommunalwahl auseinander setzen. Die Zahlen und Entwicklungen, die mit dem Demografiebericht vorgelegt worden seien, würden die Arbeit des Rates mindestens für die kommenden fünf Jahre bestimmen.