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Stadt Rehburg-Loccum Schulranzenprojekt soll helfen
Schulranzenprojekt soll helfen
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17:57 22.11.2013
Für jedes Kind ein Ranzen zur Einschulung: Das ist einer der Ansätze, den die Stadt mit der Ausweitung der Verwendung ihres Sozialfonds bezweckt.
Für jedes Kind ein Ranzen zur Einschulung: Das ist einer der Ansätze, den die Stadt mit der Ausweitung der Verwendung ihres Sozialfonds bezweckt. Quelle: ade
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Rehburg-Loccum

Kinder aus finanziell schwachen Familien im Bildungsalltag zu unterstützen, war der Ansatz der Stadt gewesen, als sie vor fünf Jahren den Sozialfonds auflegte. Maximal 3000 Euro pro Jahr sollten zur Verfügung gestellt werden, auf die die städtischen Kindergärten und Grundschulen unbürokratisch zugreifen durften, wenn sie bei Kindern den Eindruck hatten, dass Hilfe notwendig sei. Schreibmaterial oder auch die Kosten für Ausflüge – das war der ursprüngliche Ansatz.

 Im Lauf der Jahre zeigte sich, dass beispielsweise auch Geld notwendig war, um das Mittagessen innerhalb des Ganztagsunterrichts für manche Kinder zu finanzieren. Diese Unterstützung soll jetzt noch einmal ausgeweitet werden.

 Der Sozialfonds sei weiterhin notwendig, führte Birgit Völlers aus, die das Projekt in der Verwaltung betreut. Gern würde sie die Hilfe ausdehnen. Einer der Gründe sei, dass der Fonds „Dasein“ vom Land, durch den Eltern bisher unter anderem Unterstützung zur Finanzierung von Klassenfahrten bekamen, demnächst auslaufe. Dieser Fonds sei zunehmend nachgefragt worden. Aktuell habe sie drei solcher Anfragen vorliegen, denen sie zunächst einen abschlägigen Bescheid habe geben müssen.

 Zudem plane sie ein Schulranzen-Projekt. Es habe sich gezeigt, dass gerade die Erstausstattung zur Einschulung für viele Eltern ein Problem sei. Dabei gehe es nicht in erster Linie um die, die Sozialhilfe bezögen, sondern um solche, die arbeiteten und trotzdem schmales Geld hätten.

 Auch wenn die Nutzung des Sozialfonds ausgeweitet werde, solle der Anteil der Stadt nicht erhöht werden, sagte Völlers. In den vergangenen Jahren seien immer auch private Spenden geflossen – insgesamt rund 7000 Euro. Anders als bisher wolle die Stadt jetzt dazu aufrufen, sich mit Spenden am Projekt zu beteiligen. Weitere Unterstützung für den Sozialfonds erhoffe sich die Stadt vom Landkreis Nienburg, mit dem sie im Gespräch sei. Bislang bezog sich die Förderung schließlich nur auf die Kindergärten und auf die Schulen, die in der Trägerschaft der Stadt seien. Werde die Verwendung beispielsweise auf die Loccumer Oberschule oder auf Rehburg-Loccumer Schüler ausgedehnt, die auswärtige Schulen besuchten, so solle der Landkreis mit ins Boot genommen werden.

 Wer sich mit Spenden beteiligen möchte, kann diese mit dem Verwendungszweck „Sozialfonds für Kinder’ auf das Konto 265 017, BLZ 256 501 06, bei der Sparkasse Nienburg überweisen. Für Rückfrage steht Birgit Völlers, (05037) 970142, zur Verfügung. ade