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Stadt Rehburg-Loccum Tafelrunde gibt sich sportlich
Tafelrunde gibt sich sportlich
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14:49 03.11.2011
Der neue Rat der Stadt Rehburg-Loccum ist erstmals zusammen getreten. © ade
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Rehburg-Loccum (ade). Eine Frau steht in dieser Wahlperiode mit der Loccumerin Dörte Zieseniß erstmals dem Rat vor. Nach ihrer nahezu einstimmigen Wahl hatte sie als erste Aufgabe eine Tagesordnung mit 30 Punkten zu bewältigen: Ausschussmitglieder mussten benannt, die Geschäftsordnung genehmigt und zahlreiche unbesoldete Stellen besetzt werden. In den Ausschüssen ist die Gruppe aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen stärker präsent als die CDU-Fraktion.

Elf Sitze für die SPD und vier für die Grünen gegenüber neun Sitzen für die CDU gaben den Ausschlag. Einige weitere Besetzungen bekam die Gruppe aus FDP und Wählergemeinschaft, die mit jeweils einem Sitz vertreten ist.

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Politischer Stellvertreter des Bürgermeisters ist Jürgen Wagner (SPD) geblieben, sein Stellvertreter ist Joachim Seele (CDU). Den Finanzausschuss wird weiterhin Ernst Busse (CDU) leiten, dem Sozialausschuss steht nun Carsten Schmidt (SPD) vor, im Bauausschuss hat Kay Anders (SPD) auch in den kommenden fünf Jahren das Sagen, ebenso wie Elke Lustfeld (Grüne) der Kulturausschuss vorbehalten bleibt. Auf Vorschlag der CDU-Fraktion ist Anke Lampe (Grüne) Vorsitzende des Schulausschusses geworden.

In der Besetzung der übrigen Stellen gab es lediglich einen Posten, bei dem der Rat sich uneins war. Für die Mitgliedschaft im Verwaltungsrat der Sparkasse Nienburg kam aus den Reihen der SPD der Vorschlag, auch weiterhin das Kreistags- und SPD-Mitglied Ernst Brunschön zu wählen. Die CDU-Fraktion wollte lieber den Bürgermeister in dem Gremium wissen. Die erste geheime Wahl in dieser Sache brachte ein Patt, im zweiten Wahlgang stimmten 14 Ratsmitglieder für den Bürgermeister, elf für Brunschön.

Verabschiedet wurde Zuleyha Caliskan, die für die SPD im Rat gesessen hat. Ein wichtiges Signal sei es vor fünf Jahren gewesen, dass Caliskan als junge Frau mit Migrationshintergrund sich entschied, für den Rat zu kandidieren, sagte Hüsemann. Caliskan schloss eine erneute spätere Kandidatur nicht aus, sie habe sich in der Runde wie in einer zweiten Familie gefühlt. Eine Urkunde hatte Hüsemann auch für Werner Dralle (CDU), der seit 20 Jahren Ratsarbeit in Rehburg-Loccum macht und dafür vom Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund ausgezeichnet wurde.

Sportlich wurde es dann zum Ende der Sitzung: manche der Ratsmitglieder schwangen sich elegant über die Tische, andere krabbelten unter den Platten hindurch. Zum ersten gemeinsamen Foto trafen sich so alle innerhalb der Tafelrunde, an der sie in den nächsten Jahren gemeinsam über Wohl und Wehe der Stadt entscheiden wollen.