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Stadt Rehburg-Loccum Um 6 Uhr morgens in den Kindergarten
Um 6 Uhr morgens in den Kindergarten
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15:34 17.01.2013
Fröhlich und gut betreut sollen die Kinder in den städtischen Kindergärten sein – die Kosten der Ausweitung von Betreuungszeiten machen der Stadt aber zu schaffen. Quelle: ade
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Rehburg-Loccum (ade)

Kindergärten wolle er momentan ausklammern, meinte Franke vor dem Gremium, als es darum ging, Kürzungen in vielen Bereichen des Haushaltsentwurfs vorzunehmen. Derzeit befürworte er es, alles so zu belassen, wie es sei. Allerdings stehe die Stadt vor dem Problem, dass Eltern für die Betreuung ihrer Kinder in den vier städtischen Kindergärten immer mehr Zeiten in den sogenannten Randzonen haben wollten. Das gipfele beispielsweise in Forderungen wie der Betreuung ab 6 Uhr morgens. Das Angebot, Kinder mehr als nur vier Stunden lang von 8 bis 12 Uhr zu betreuen, sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgeweitet worden. Habe der Rat zunächst beschlossen, die Randzonen dann zu bedienen, wenn je Kindergarten zumindest sechs Anmeldungen vorlägen, so sei diese Regelung mittlerweile aufgeweicht worden. In einem Kindergarten werde momentan ein einzelnes Kind von 7 bis 8 Uhr betreut. Für die Stadt entstünden dadurch immense Kosten, die in keinem Verhältnis zu den Beiträgen der Eltern stünden. Eltern zahlen derzeit beispielsweise für eine zusätzliche Betreuungsstunde am frühen Morgen 15 Euro pro Monat.
Die Forderungen der Eltern könne er gut nachvollziehen, sagte Franke, von Arbeitnehmern werde schließlich immer mehr Flexibilität verlangt. Bei einem runden Tisch mit allen Beteiligten an der Kindergartenarbeit, der vor einigen Wochen stattgefunden habe, seien die Betreuungszeiten allerdings der einzige Diskussionspunkt gewesen. Das gebe schon zu denken.
Das sei nun eine Erklärung für den „explosionsartigen Anstieg“ der Kindergartenkosten, meinte der Vorsitzende des Finanzausschusses, Ernst Busse. Er regte – auch für andere Bereiche – an, die Beiträge anzuheben. Wer mehr anbiete, habe auch ein Recht darauf, mehr dafür zu nehmen. Möglich sei es beispielsweise, meinte Franke, die Randzeiten teurer als die Kernzeiten zu gestalten. Außerdem müsse darüber geredet werden, ob den Bedürfnissen der Eltern besser Rechnung getragen werden könne, wenn die erweiterten Zeiten zentralisiert würden.