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Stadt Rehburg-Loccum Wechsel auf den Chefsessel
Wechsel auf den Chefsessel
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11:20 31.01.2012
Alter Arbeitsplatz, neue Aufgabe: Martin Franke wechselt im Rehburg-Loccumer Rathaus zum 1. Februar auf den Chefsessel
Alter Arbeitsplatz, neue Aufgabe: Martin Franke wechselt im Rehburg-Loccumer Rathaus zum 1. Februar auf den Chefsessel Quelle: ade
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Rehburg-Loccum (ade). Eigentlich ist ihm nichts neu von dem, was an Aufgaben auf ihn zukommt. Schließlich hat Martin Franke schon seine Ausbildung in diesem Rathaus gemacht und in den 22 Jahren, in denen er dort nunmehr arbeitet, in unterschiedlichen Positionen gewirkt. Dass mit seinem Sieg bei der Kommunalwahl vom 11. September 2011 aber dennoch vielfältige neue Aufgaben auf ihn zukommen – darüber hat er sich in den vergangenen Monaten ein lebhaftes Bild machen können. Antrittsbesuche in Ministerien und anderen Institutionen hat er gemeinsam mit seinem Vorgänger Dieter Hüsemann absolviert, hat sich durch Aktenberge gewühlt und will nun einen ruhigen Übergang schaffen, bei dem vieles, das sich bewährt hat, beim Alten bleiben soll, mit dem er aber auch einige Schwerpunkte setzen will.
Eine erste Position hat er bereits in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses bezogen: Konsolidierung sei in den kommenden Jahren insbesondere nach Investitionen wie dem Bau der Stadtsporthalle in Loccum angesagt, aber Stillstand im Stadtgeschehen solle das dennoch nicht bedeuten, sagte er den Ausschussmitgliedern.

Der 45-jährige Rehburger setzt vielmehr darauf, im Rahmen der Möglichkeiten der Stadt auch weiterhin Stadtentwicklung zu betreiben. Ein wichtiger Punkt auf seiner Agenda ist die Fortführung und Umsetzung des im vergangenen Jahr begonnenen Stadtsanierungsverfahrens für Rehburg. Die Ergebnisse aus dem Bürgerbeteiligungsprozess zur Neugestaltung und verkehrlichen Entlastung der Durchgangsstraße in Rehburg umzusetzen, ist eines seiner vorrangigen Ziele.

Ebenso weit oben auf der Liste des neuen Bürgermeisters steht der Tourismus. Das Jubiläum des Loccumer Klosters in 2013 solle die Stadt intensiv nutzen, um Touristen klar zu machen, dass es ich lohne, nicht nur das Kloster, sondern auch andere Seiten der Stadt kennen zu lernen.

Aber auch der gesamte Bereich der Betreuungsmöglichkeiten für Kinder – angefangen bei den Krippen über die Kindergärten bis zu den Schulen – ist Franke wichtig. Insbesondere will er in den Gremien darüber diskutieren, wie die Weichen angesichts sinkender Geburtenraten gestellt werden sollen. Derzeit hänge zwar über keiner Einrichtung das Damoklesschwert der Schließung, meint Franke, die Diskussion müsse aber bereits jetzt begonnen werden und nicht erst dann, wenn die Lage akut werde. Alle Beteiligte von den Eltern bis zu Erziehern und Lehrern will er zu diesen Beratungen hinzuziehen und gemeinsam nach Lösungen suchen.

Was dann noch zu den ersten Aufgaben des neuen Bürgermeisters gehört, ist die Umstrukturierung im Rathaus. Sein Posten als Bauamtsleiter wird neu besetzt – an der Einarbeitung des Mitarbeiters wird er aktiv beteiligt sein. Und da Franke nicht sein eigener Vertreter sein kann, kommt auch ein neuer allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters ins Rathaus. Die Fülle der Aufgaben schrecke ihn aber nicht, sagt er. Auf seine Arbeit als Bürgermeister der Stadt mit all ihren Facetten freue er sich nach wie vor.