Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Rehburg-Loccum Weichenstellung mit vorweihnachtlicher Einigkeit
Weichenstellung mit vorweihnachtlicher Einigkeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:50 22.12.2011
Anzeige

Rehburg-Loccum (ade). 5.600 Euro wird es die Stadt wohl kosten, das Rehburger Ferienhausgebiet ‚Vehrenheide’ in ein Wohnbaugebiet umzuwandeln. Der Versuch der Verwaltung, alle Eigentümer an den Planungskosten zu beteiligen, ist zu 88 Prozent gelungen – manche der Eigentümer sind allerdings nicht bereit einen freiwilligen Beitrag von maximal 700 Euro zu den Planungskosten hinzu zu geben. Helfen soll die Umwandlung dem überwiegenden Teil der Bewohner, denn von den 106 Grundstücken werden 70 ständig bewohnt und ein erheblicher Anteil hat im Lauf der Jahre einen – ungenehmigten – Wildwuchs an Wohnfläche hinzu bekommen. Nachdem der Rat die Entscheidung über die Umwandlung zunächst zurückgestellt und der Verwaltung die Aufgabe übertragen hatte, nochmals auf die Bewohner einzuwirken, erklärten sich weitere Eigentümer bereit, sich an den Kosten zu beteiligen. Die Alternative wäre der Rückbau alles dessen, was nicht genehmigt ist und die grundsätzliche Aufgabe des Hauptwohnsitzes in der ‚Vehrenheide’. Der Erfolg der weiteren Gespräche seien sechs zusätzliche Anwohner, die sich beteiligen wollten, berichtete Martin Franke, Leiter des Bauamtes und ab Februar Bürgermeister Rehburg-Loccums. Damit gab sich der Rat zufrieden und will nun in den kommenden Sitzungen die Planungen auf den Weg bringen.

Mehr Geld soll es nach dem Willen des Rates für den Ratsvorsitz geben. Bisherige Praxis ist es, dass alle Ratsmitglieder je Monat eine Entschädigung von 50 Euro für ihren ehrenamtlichen Einsatz bekommen. Für den Ratsvorsitz, beschloss der Rat jetzt, sollen 50 Prozent mehr - also 75 Euro je Monat - gezahlt werden. Eine Weichenstellung für die Handhabe des Bürgermeisters legte der Rat zudem fest. Je Produktkonto soll der Bürgermeister künftig bis zu maximal 5.000 Euro pro Jahr entscheiden dürfen ohne Rat und Verwaltung hinzuziehen zu müssen.

Anzeige

Zum Abschluss gab es besinnliche Worte. Keine einzige Ratssitzung habe er bereut, sagte Hüsemann, der Ende Januar aus dem Amt ausscheidet, mit leichtem Wehmut. Angesichts dessen, was er sich für seinen Ruhestand vorgenommen habe, könne es auch durchaus sein, dass er sich irgendwann nach der Ruhe des Amtes zurücksehne.