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Stadt Rehburg-Loccum Wer wird „Bestimmer“ im Loccumer JUZ?
Wer wird „Bestimmer“ im Loccumer JUZ?
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20:08 16.02.2011
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Rehburg-Loccum (ade). Im Loccumer Jugendzentrum soll sich Jugendarbeit künftig abspielen, die Jugendzentren in Rehburg und Münchehagen sollen hingegen geschlossen werden. Das ist der Plan, den die Verwaltung dem Ausschuss zur Diskussion vorgelegt hat.

Harsche Worte zu dem Plan gab es von Harald Hoppe, der beratendes Mitglied des Ausschusses ist und zudem Vorsitzender des Loccumer Vereins für Kinder-, Jugend- und Kulturarbeit. Der Verein nutzt das Jugendzentrum seit Jahren für vielerlei Zwecke von der Kinder-Zirkusgruppe bis zur Hausaufgabenhilfe.

Die städtische Jugendpflege hatte sich weitgehend aus Loccum zurückgezogen. Sein Verein sehe in der inhaltlichen Gestaltung einen Rauswurf und eine Abgrenzung zur ehrenamtlichen Jugendarbeit, sagte Hoppe. Er verwahrte sich dagegen, dass der städtischen Jugendpflege die Kontrolle über das Gebäude gegeben werden soll.

Interne Auseinandersetzungen zwischen der Stadtjugendpflegerin und dem Verein führte Hoppe an. Die Politiker seien für die Folgen persönlich verantwortlich, wenn sie die Vorlage so beschließen würden.

Die Stadtjugendpflegerin leiste hervorragende Arbeit, konterte Bürgermeister Dieter Hüsemann. Er sagte, dass es nicht darum gehe, die Arbeit des Vereins zu beschneiden. Kooperationen sollten auch weiterhin bestehen, aber „Bestimmer“ könne immer nur einer sein – und dieses Amt wolle die Stadt an die Jugendpflege übertragen.

Abgesehen von vereinzelten Einwürfen, die Jugendzentren in Rehburg und Münchehagen zumindest auf Sparflamme weiter zu betreiben, war sich die Mehrheit einig, dass eine Zentralisierung der Jugendarbeit der richtige Weg sei.