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Winzlar Heiße Würstchen lassen mangels Sonne auf sich warten
Heiße Würstchen lassen mangels Sonne auf sich warten
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18:58 19.06.2011
Zu wenig Sonne: Die Würstchen werden im solarbetriebenen Kochtopf von Asmus Waack so schnell nicht warm. Quelle: ade
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Winzlar (ade). „Das schmeckt gut!“ Mit genussvollen Seufzern beißt das Winzlarer Ehepaar Grießmann in knackige Galloway-Bratwürste aus ökologischem Landbau. Die Wärme der Bratwurst genießen sie ebenso wie den Geschmack. „Wir sind seit dem Gottesdienst um 10 Uhr hier“, sagen sie – und mittlerweile relativ durchgefroren. Was ansonsten in jedem Jahr galt, dass nämlich zum Hoffest der ÖSSM immer schönes Wetter ist, funktionierte im 20. Jahr des Bestehens der Schutzstation nicht: kühle 14 Grad Celsius, heftige Windböen und gelegentliche Regenschauer hielten so manchen treuen Besucher des Hoffestes und Marktes davon ab, Stunden im Garten der Station zu verbringen.

Statt zu Kaffee und Kuchen Schatten unter Sonnenschirmen zu suchen, waren die Plätze im Wintergarten und in dem zum Hofcafé umfunktionierten Seminarraum begehrt. Geigen und Gitarrenklänge von der kleinen Bühne im Garten waren schließlich auch dort noch zu hören. Zum Vorteil gereichte der trübe Himmel auch der Ausstellung der ÖSSM auf der Diele des alten Bauernhauses. Die Frösche im Terrarium sind bei diesem Hoffest viel bestaunt worden, ebenso Seeadler, Fischotter, Kranich und Co. im neuen Diorama.

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Ärgerlich war der mangelnde Sonnenschein auch für Asmus Waack vom Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ), denn eigentlich wollte er demonstrieren, wie mit Sonnenkraft Würstchen erwärmt werden können. „Heiße Würstchen“ konnte er nicht so schnell ausrufen, wie es ihm lieb gewesen wäre.

„Einige der Aussteller sind gleich wieder abgezogen“, berichtete der Leiter der Station, Karl-Heinz Garberding. Wer ohne schützende Zeltdächer angereist war, konnte nur mit wetterfester Ware bestehen. Die Vielfalt der Angebote auf dem Markt war aber dennoch gesichert: Lebensmittel, Zierpflanzen, Kräuter, Kleidung, Spielzeug, Kunsthandwerk und Baumaterial machten diese Vielfalt aus.

Wer sich hingegen kaum von dem Wetter beeindrucken ließ, das waren die Kinder auf dem Markt. Auf Stelzen laufen, sich in Tonnen rollen lassen und auch Spiele, bei denen sie mit Wasser spritzen konnten, hatten für die jüngsten Besucher eine ungebrochene Anziehungskraft.