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Winzlar Musik lieben und die Freude daran teilen
Musik lieben und die Freude daran teilen
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18:56 20.02.2013
Vorfreude auf das Konzert in der Winzlarer Kapelle: Peter und Ute Grießmann. ade
Vorfreude auf das Konzert in der Winzlarer Kapelle: Peter und Ute Grießmann. ade Quelle: ade
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Winzlar (ade)

„Wir lieben Musik und wir teilen gerne die Freude daran – das ist unser Motor.“ Die Begründung von Ute Grießmann ist denkbar einfach, weshalb sie seit mehr als zehn Jahren immer wieder den großen Aufwand auf sich nimmt, die Konzerte in der Kapelle zu organisieren. Wie sie dazu gekommen ist, gerade russische Künstler einzuladen, ist eine Geschichte, die auf Umwegen zustande gekommen ist. In den 1990er Jahren waren Ute und Peter Grießmann zu Hausmusik in einer hannoverschen Villa eingeladen. Dort lernten sie eine russische Künstlerin kennen, die andere Künstler aus ihrer Heimat fördert. Die Russin suchte Orte, an denen diese Künstler auftreten könnten – Ute und Peter Grießmann stellten spontan die gemütliche Diele ihres Bauernhauses in Winzlar zur Verfügung. Damit begann etwas, woraus Freundschaften erwachsen sind und was nahezu jährlich in einem Konzert in der Winzlarer Kapelle gipfelt, denn die heimische Diele wurde schnell zu eng für die Hausmusik-Abende.

Dreh- und Angelpunkt für die Aktivitäten des Ehepaars ist Dimitri Sokolov geworden. Der Musiker aus St. Petersburg ist die Konstante, die sich durch alle Konzerte zieht. Zunächst kam er mit dem Ensemble ‚PlayEl Trio’ nach Winzlar, in diesem Jahr nennt sich die Besetzung, mit der er anreist, ‚Musica Aurora’.

Winzlar ist stets nur eine von vielen Stationen Sokolovs, denn immer steht eine Tournee durch Deutschland auf dem Programm. „Die Musiker reisen in den Semesterferien an“, erklärt Ute Grießmann. Allesamt unterrichteten sie an Musikhochschulen, die freie Zeit nutzten sie für die Konzerte in Deutschland. Kirchen und Privathäuser sind dann die Spielorte. Der Kreis derer, die ihre Musik lieben und Raum zur Verfügung stellen, um sie hören zu können, ist stetig gewachsen. Was zu diesem Konzept ebenfalls dazu gehört, ist der freie Eintritt, der lediglich mit der Bitte verbunden ist, zum Ende des Konzertes eine Spende für die Künstler zu geben.

Am 5. März wird es nun wieder soweit sein und darauf freuen sich Ute und Peter Grießmann ganz ungemein. Sie schwärmen von der Akustik in der kleinen Kapelle, die auch die Künstler begeistert und die für Kammermusik ausgezeichnet geeignet ist. ‚Plaisirs de Paris’ ist der Titel des Programms in diesem Jahr. Musik von Telemann, Boismortier, Blavet und Leclair wird gespielt. „Der Titel klingt zunächst so, als ob diese Musik nicht in eine Kirche gehört“, schmunzelt Ute Grießmann. Gewählt hätten die Künstler ihn aber, weil entweder die Komponisten oder aber die ausgewählten Kompositionen allesamt einen direkten Bezug zu Paris hätten.