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Minden, Hameln & Nienburg Tote Andrea K. in Weser bei Balge wurde mit Steinplatte versenkt
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Tote Andrea K. in Weser bei Balge wurde mit Steinplatte versenkt

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11:36 26.06.2020
Wer hat Andrea K. gesehen? Quelle: pr.
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Nienburg/Verden

Im Fall der getöteten Andrea K., die Ende April im Bereich des Schleusenkanals an der Weser bei Balge aufgefunden wurde, setzt die Staatsanwaltschaft Verden und die Polizei Nienburg/Schaumburg jetzt verstärkt auf die Mithilfe der Bevölkerung. Die Staatsanwaltschaft hat daher eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro für Hinweise, die zum Täter führen, ausgesetzt. 

Die Ende April entdeckte 19-Jährige ist mit einer Steinplatte versenkt worden und ertrunken. Das teilten die Staatsanwaltschaft Verden am Freitag unter Berufung auf die Obduktionsergebnisse mit. Die Täter, mindestens zwei Männer, seien vermutlich dem Rotlichtmilieu zuzuordnen.

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Die Ermittler sind auf der Suche nach Personen, die zwischen dem 5. und 6. April Beobachtungen am Schleusenkanal gemacht haben. Interessant sind hierbei Beobachtungen von Fahrzeugen. Diese können neben dem Kennzeichen NI auch WTM oder FRI aufweisen. 

Hinweise zu Wohnort gesucht

Außerdem können sich Zeugen melden, die Andrea K. in Nienburg und Umgebung gesehen haben oder Angaben zu ihrem Aufenthaltsort und/oder Wohnort machen können. 

Zudem hoffen die Ermittler auf Hinweise zum Thema unerlaubte Prostitution in Nienburg un Umgebung. Es wird darauf hingewiesen, dass besonders in diesem Bereich die Hinweise vertraulich behandelt werden. 

Hinweis-Telefon eingerichtet

Es wurde extra ein Hinweis-Telefon eingerichtet. Zu erreichen ist diese unter Telefon 0172-2628714. 

Wie berichtet war die Leiche von Andrea K. am 28. April im Wasser des Schleusen-Kanals bei Balge von Binnenschiffern entdeckt worden. Bei der geborgenen Toten handelt es sich um die 19-jährige Andrea K. aus Schöningen im Landkreis Helmstedt. Die Ermittler gehen von einem Gewaltverbrechen aus, eine 25-köpfige Mordkommission wurde eingerichtet. 

Kontakt zum Rotlichtmileue?

Das Opfer trug als Tätowierung am Hals ein Kreuz und in Schreibschrift den Buchstaben „P.“. Dieses Tattoo könnte jemandem bis Mitte April aufgefallen sein, hoffen die Ermittler. Das Tattoo soll nach Angaben des Polizeisprechers Hinweise darauf geben, dass die junge Frau möglicherweise Kontakte zum Rotlichtmilieu in Hannover sowie ins Bremer Umland hatte. 

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von Isabell Remmers