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Minden, Hameln & Nienburg Untersuchung bestätigt: Wolf hat Schaf in Kleinenbremen gerissen
Aus der Region Minden, Hameln & Nienburg Untersuchung bestätigt: Wolf hat Schaf in Kleinenbremen gerissen
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16:44 05.12.2019
Die Untersuchung bestätigt: Ein Wolf hat das Schaf von Hobby-Schäfer Michael Kriening in Kleinenbremen gerissen. Quelle: Symbolfoto, dpa
Kleinenbremen

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hat auf seiner Internetseite über Wolfsnachweise das Resultat für Kleinenbremen veröffentlicht. Somit ist klar, dass ein Wolf für den Nutztierriss an der Hainebergstraße verantwortlich ist. Damit steht auch fest, dass der Besitzer, ein Hobbyzüchter aus Bückeburg, den Marktwert des Schafes ersetzt bekommt.

Hobby-Schäfer entdeckt Kadaver und informiert Behörde

Unklar ist hingegen, ob der Wolf ein „alter Bekannter“ ist und womöglich schon in der Datenbank registriert wurde. „Individualisierung noch ausstehend“ lautet der entsprechende Hinweis auf der LANUV-Seite. Vielleicht können zumindest irgendwelche Verwandtschafts-Beziehungen zu anderen Wölfen und Rudeln festgestellt werden.

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Der Wolf hatte das Schaf in der Nacht zum 13. November, einem Mittwoch, getötet. Hobby-Schäfer Michael Kriening entdeckte an jenem Morgen das tote Tier und informierte die Behörde. Elisa Finster, Wolfsberaterin im Mühlenkreis, sicherte mithilfe von Wattestäbchen die Spuren am Kadaver. Auch ein wildernder Hund kam zunächst als „Täter“ in Frage.

Wolf ist vermutlich längst weitergezogen

Der „Wolf vom Haineberg“ sei vermutlich schon längst nicht mehr in der Region, saget Finster gestern zum Mindener Tageblatt. „Wölfe legen 50 bis 80 Kilometer in der Nacht zurück.“ Erst wenn innerhalb eines halben Jahres ein zweiter Nachweis desselben Tieres innerhalb der Region vorliege, könne man von einem Territorialwolf sprechen.

Im Herbst und Frühjahr seien häufiger Jungtiere unterwegs, die sich von den elterlichen Rudeln trennten. Insofern sei das plötzlich Auftauchen eines durchziehenden Wolfes nichts Ungewöhnliches.

So können sich Schäfer und Spaziergänger schützen

Wölfe sind scheu. Wenn Spaziergänge sie sähen und Angst bekämen, sollten sie sich bemerkbar machen, sagt Finster. Dann verschwänden die Tiere. „Die gucken nicht, ob man einen Keks in der Tasche hat.“ Oftmals würden wegen der optischen Ähnlichkeit Wolfshunde mit richtigen Wölfen verwechselt.

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Wer Nutztiere wie Schafe halte, sollte zum Schutz gegen Wölfe ausreichend hohe Zäune installieren und diese unter Strom setzen. Andernfalls könne es schnell ein Massaker geben, insbesondere wenn sie dicht zusammenstünden. „Das ist dann wie mit dem Fuchs im Hühnerstall“, sagt die Wolfsberaterin. Insofern habe der Bückeburger Schäfer womöglich noch Glück gehabt, dass „nur“ ein Schaf getötet worden sei.

Tote Wölfe im Landkreis Minden gefunden

Die Wolfsberater des Kreises Minden-Lübbecke sind die richtigen Ansprechpartner, wenn Wölfe gesichtet oder Wolfsrisse festgestellt wurden. Das Veterinäramt des Kreises ist zuständig, wenn unklar ist, woran ein Tier gestorben ist – und wenn tote Wildschweine entdeckt werden, weil hier die Afrikanische Schweinepest die Ursache sein könnte.

Im März und April waren zwei tote Wölfe in Porta Westfalica und Petershagen gefunden worden. mt

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