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Barsinghausen Ausbau der Kulturfabrik Krawatte geht weiter
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15:44 04.07.2019
Der neue Vereinsvorstand mit Bärbel Cronau-Kretzschmar (von links), Volkmar Jesiek und Frank Plorin (Vierter von links) verabschiedet Annabell Reymann und den scheidenden Vorsitzenden Andreas Hartig (rechts) Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Voraussichtlich im Spätsommer oder im Herbst beginnen die weiteren Arbeiten zum Ausbau der künftigen Kulturfabrik Krawatte an der Egestorfer Straße. In diesem Bauabschnitt 2A erhält das Gebäude eine neue Heizungsanlage. Außerdem werden im östlichen Teil der alten Produktionshalle mit den charakteristischen Sägezahndächern die neuen Werkstatträume für die Kunstschule Noa Noa eingerichtet.

Mit Noa Noa beginnt der Betrieb

Ziel des Vereins sei es, mit dem Einzug der Kunstschule als erstem Hauptmieter bis zum Jahresende mit dem Betrieb der Kulturfabrik beginnen zu können. Darauf wiesen Vorstandsmitglied Bärbel Cronau-Kretzschmar und Architekt Sascha Remke in der Mitgliederversammlung am Mittwochabend hin. „Damit hätten wir einen weiteren wichtigen Schritt für unser Projekt eines soziokulturellen Zentrums hinter uns gebracht“, erläuterte Cronau-Kretzschmar.

Im östlichen Teil der ehemaligen Produktionshalle mit den charakteristischen Sägezahndächern entstehen im nächsten Bauabschnitt die Werkstatträume für die Kunstschule Noa Noa. Quelle: Frank Hermann

Nach Angaben von Architekt Sascha Rehm laufen derzeit die Ausschreibungen für den Trockenbau und für die Türen im Innenbereich. Daran schließen sich die Ausschreibungen für die Sanitär- und Malerarbeiten an. „Wir sind dabei, die Planungen zu konkretisieren und die Leistungsverzeichnisse zu erstellen“, sagte der Architekt aus Großgoltern, der mit einem Baubeginn eventuell im Oktober rechnet.

Für die neue Heizungsanlage sei noch zu prüfen, welche Wärmeerzeugung die beste Alternative für die Kulturfabrik bietet: Entweder ein Gasbrennwertkessel oder ein Blockheizkraftwerk. Denkbar sei zudem eine Solaranlage als Bürgerprojekt.

Bauabschnitt kostet 174.000 Euro

Für den Bauabschnitt 2A rechnet der Kulturverein Krawatte mit Kosten von rund 174.000 Euro. Diese Betrag sei mit Zuschüssen und Fördergeldern nahezu durchfinanziert. „Lediglich von der Aktion Mensch steht noch die endgültige Bewilligung aus, aber wir sind sehr zuversichtlich“, betonte Bärbel Cronau-Kretzschmar.

Krawatte-Verein sucht neuen Kulturmanager

Der Kulturverein Krawatte muss einen neuen Manager für das soziokulturelle Zentrum an der Egestorfer Straße suchen. Fabian Joel Walter, der dieses Amt nach Abschluss einer ersten Ausschreibung am 1. April angetreten hatte, kündigte noch während der Probezeit die weitere Mitarbeit auf. Als Grund nannte Andreas Hartig, scheidender Vorsitzender des Trägervereins, unterschiedliche Auffassungen über die inhaltliche Ausrichtung: „Es hat nicht gepasst“, sagte Hartig. Mittlerweile habe der Verein die Stelle eines Kulturmanagers erneut ausgeschrieben und wolle den Posten möglichst zum 1. September wieder besetzen.

Personelle Wechsel gibt es auch im Vorstand des Kulturvereins: Sowohl Andreas Hartig als auch Annabell Reymann als Vertreterin der Kunstschule Noa Noa haben ihre Ämter aus persönlichen Grübnden abgegeben. Für Reymann rückt Frank Plorin von Noa Noa in den Vorstand nach. Außerdem wählte die Mitgliederversammlung am Mittwochabend den bisherigen Beisitzer Volkmar Jesiek zum neuen Vorsitzenden. Zum dreiköpfigen Vorstand gehört auch Bärbel Cronau-Kretzschmar als Vertreterin des Kunstvereins.nn

Im künftigen Abschnitt 2B, der für das Jahr 2020 auf dem Plan steht, stellen Handwerker das gesamte Raumgefüge für die Krawatte her – mit einem großen Veranstaltungssaal für den Kunstverein und weitere Nutzer direkt neben den Noa-Noa-Werkstätten sowie mit Gemeinschaftsküche, Foyer, Büro und Gruppenräumen. „Diese Räume bieten in Zukunft sehr vielfältige Möglichkeiten für die soziokulturelle Arbeit in der Krawatte“, betonte Friedrich Holtiegel, der zu den Initiatoren der Kulturfabrik gehört.

Treff für das kulturelle Leben

Bis zum Jahr 2021 will der Trägerverein die Komplettsanierung mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 1,7 Millionen Euro abschließen – und somit einen Treffpunkt für das kulturelle Leben der Stadt Barsinghausen schaffen. Im ersten Bauabschnitt mit Kosten von rund 300.000 Euro hat der Verein zunächst das marode Dach und die Fenstergauben auf dem Sägezahndach erneuern lassen. Außerdem wurde das Gebäudeinnere komplett entkernt.

Vor rund drei Monaten feierte der Kulturverein mit vielen Gästen das Richtfest für die Krawatte – und gab dabei Einblicke in die künftigen Nutzungsmöglichkeiten.

 

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Von Frank Hermann

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