Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Barsinghausen Lyreco will weitere Arbeitsplätze schaffen
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Lyreco will weitere Arbeitsplätze schaffen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
00:44 19.05.2018
Lyreco-Chef Marc Gebauer (von links) begrüßt Bürgermeister Marc Lahmann vor der Kulisse des riesigen Hochregallagers. Mit dabei sind Lyreco-Logistikdirektor Steffen Hochhaus sowie die Wirtschaftsförderer Stefan Müller und Thomas Müller von der Stadtverwaltung. Quelle: Lyreco
Anzeige
Bantorf

 Der Büroartikelkonzern Lyreco will in Bantorf weiter wachsen und zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Das Unternehmen möchte nach eigenen Angaben in den nächsten beiden Jahren einen bisher noch nicht genutzten Gebäudeflügel der Bantorfer Deutschland-Zentrale ausbauen. Entstehen sollen sowohl zusätzliche Büroflächen wie auch weitere Besprechungsräume. Derzeit werde geplant, im nächsten Jahr könnte gebaut werden, sagt Melanie Störk, Assistentin von Lyreco-Chef Marc Gebauer. Voraussichtlich 2020 sollen die zusätzlichen Räume dann nutzbar sein.

Lyreco beschäftigt nach Störks Worten derzeit mehr als 350 Mitarbeiter am Standort in Bantorf, darunter etwa 220 im Bereich der Logistik. Diese Zahl soll in den nächsten Jahren wachsen, allerdings kann das Unternehmen zu den Plänen noch keine exakten Zahlen nennen. Mit der Wachstumsstrategie will Lyreco laut Unternehmensmitteilung „auf die aktuellen Anforderungen des Marktes und den digitalen Wandel reagieren“.

Anzeige

Bei einem Betriebsbesuch haben sich jetzt auch Barsinghausens Bürgermeister Marc Lahmann, Stabsleiter Stefan Müller und der neue Wirtschaftsförderer Thomas Müller über die Pläne von Lyreco informiert. Geschäftsführer Gebauer und Logistikdirektor Steffen Hochhaus stellten das Unternehmen Lyreco vor und nutzten die Gelegenheit, den Handelskonzern als bedeutenden regionalen Arbeitgeber zu präsentieren, „der vielfältige berufliche Perspektiven bietet“.

Während eines Betriebsrundgangs besichtigten die Gäste die Fachbereiche der Lyreco-Hauptverwaltung und die rund 35.000 Quadratmeter große Logistikfläche. In der riesigen Halle werden die Artikel aus dem Lyreco-Sortiment gelagert und für den Versand an die Kunden vorbereitet. Lyreco bietet das gesamte Spektrum des Bürobedarfs, liefert inzwischen aber auch komplette Büroausstattungen sowie persönliche Schutzausrüstungen. Gebauer und Hochhaus stellten den Besuchern die einzelnen Teilprozesse der Lieferkette vor. „Monatlich werden hier mehr als 520.000 Pakete in drei Kommissionierbereichen bestückt“, erläuterte Hochhaus.

Lyreco ist dabei, die Arbeitsabläufe in der Logistik noch effizienter zu machen. In diesem Zuge hat das Unternehmen Ende vergangenen Jahres zwei sogenannte Vertical Storage-Stationen im Hochregallager errichtet, in diesem Jahr soll eine weitere hinzukommen. Dabei handelt es sich um automatisierte Hochregale, die die Hallenhöhe besser ausnutzen und zudem vollautomatisch von Maschinen bestückt werden. Nach den Worten von Hochhaus ermöglichen die neuen Anlagen die Lagerung zusätzlicher Artikel und steigern die Produktivität. Zudem trage der Einsatz der modernen System zu einer besseren Arbeitsplatzergonomie für die Mitarbeiter bei. Wer an den neuen Stationen arbeitet, muss sich laut Lyreco nicht mehr bücken, und auch Überkopf-Arbeiten fallen weg. 

Lyreco hatte seinen Firmensitz 2009 von Böblingen aus nach Bantorf verlegt und damals neben dem Hochregallager seine neue Deutschland-Zentrale errichtet. „Der Umzug unserer Hauptverwaltung hatte nur positive Auswirkungen, und wir bereuen es nicht, diesen Ort ausgewählt zu haben“, betonte Gebauer beim Bürgermeisterbesuch. Der Standort in Bantorf gebe zudem die Möglichkeit, „flexibel auf die zukünftigen Entwicklungen unseres Unternehmens zu reagieren“.

Lyreco ist ein französisches Familienunternehmen, das in mehr als 25 Ländern aktiv ist. Weltweit hat der Konzern im Jahr 2016 mit rund 8700 Mitarbeitern gut zwei Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. In Deutschland lag der Umsatz 2016 bei 232,3 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr sind die Erlöse gestiegen, die exakten Werte sind allerdings noch nicht veröffentlicht.

Von Andreas Kannegießer

Anzeige