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Barsinghausen So helfen Barsinghäuser Schülern im Senegal
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14:57 11.09.2019
Vertreter des Hannah-Arendt-Gymnasiums, der Marien-Kirchengemeinde, des Eine-Welt-Ladens und des Bücherhauses am Thie überreichen die Geldspenden für das Schülerhilfeprojekt an Ute Gierczynski-Bocandé und Jacques Bocandé. Quelle: Frank Hermann
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Barsinghausen

Geldspenden aus Barsinghausen ermöglichen jedes Jahr mehr als 500 Kindern und Jugendlichen im Senegal eine Schulbildung. In einer Gemeinschaftsaktion haben der Eine-Welt-Laden, das Hannah-Arendt-Gymnasium (HAG), die Marien-Kirchengemeinde und das Bücherhaus am Thie eine Summe von insgesamt fast 11.000 Euro für dieses Schülerhilfeprojekt zusammengetragen. Vertreter dieser vier Sponsorengruppen überreichten die Spenden am Dienstagabend an die gebürtige Barsinghäuserin Ute Gierczynski-Bocandé, die seit mehr als 30 Jahren im Senegal lebt, sowie an deren Ehemann Jacques Bocandé.

Projekt gibt es seit zehn Jahren

Auf Initiative des Eine-Welt-Ladens und dessen Gründungsmitglied Ute Gierczynski-Bocandé entstand 2009 das Projekt zur Unterstützung von Schülern im Senegal. Dank der regelmäßigen Finanzhilfe aus Barsinghausen leben zum Beispiel jährlich rund 120 Jugendliche aus der Provinz Bassariland im Schülerwohnheim für den weiterführenden Unterricht in der Kleinstadt Salemata, um dort die Mittlere Reife oder das Abitur absolvieren zu können. „Die Jugendlichen kommen alle aus abgelegenen Bergdörfern. Dort gibt es keine weiterführenden Schulen und die jungen Leute hätten nie die Chance auf einen höheren Schulabschluss“, erläuterte Gierczynski-Bocandé.

Außerdem finanzieren die Sponsoren aus Barsinghausen mit ihren Geldspenden die sogenannten Buschschulen in den kleinen Dörfern, wo der Staat keine Schulen unterhält. Bei den Buschschulen handelt es sich um einfach ausgestattete Grundschulen, die jährlich einen Basis-Unterricht für mehr als 400 Jungen und Mädchen ermöglichen. „Auch diese Schulbildung wäre ohne die Unterstützung aus Barsinghausen nicht möglich“, betonte Gierczynski-Bocandé, die im Senegal engen Kontakt zum Schülerhilfeprojekt hält.

Erlöse des Eine-Welt-Ladens

Aus den Verkaufserlösen seines kleinen Ladengeschäftes in der Fußgängerzone und aus weiteren Mitteln des Trägervereins stellt der Eine-Welt-Laden in diesem Jahr erneut 3000 Euro für das Projekt zur Verfügung. Weitere Spenden kommen von der Marien-Kirchengemeinde mit 3900 Euro, vom HAG mit 3188,98 Euro sowie vom Bücherhaus am Thie mit 600 Euro. „Für mich ist es eine ganz besondere Freude, dass sich meine ehemalige Schule und weitere Gruppen aus meiner Heimatstadt an diesem Vorhaben beteiligen. Auf diese Weise erhalten Kinder aus sehr benachteiligten Gebieten und aus armen Familien im Senegal eine gute Schulbildung“, erklärte die gebürtige Barsinghäuserin.

Die Marien-Kirchengemeinde gehört laut Pastorin Uta Junginger ebenfalls schon seit mehreren Jahren zu den Unterstützern des Schülerhilfeprojektes. „Aber 3900 Euro sind echt der Hammer, so viel Spenden hatten wir noch nie“, sagte die Pastorin. Das Geld stammt von Konfirmanden, Gottesdienstbesuchern und aus privaten Einzelspenden.

Sponsorenlesen der Klasse 6b hilft, Spenden zu sammeln

Mit einem Betrag von genau 3188,98 Euro trägt das HAG zur Spendensumme bei – mit Erlösen aus den Sommer- und Bandkonzerten, aus privaten Elternspenden sowie aus demSponsorenlesen der Klasse 6b im vergangenen Schuljahr. Außerdem hat im Frühjahr zum dritten Mal eine HAG-Gruppe mit Schülern und Lehrern den Senegal bereist, um unter anderem die direkten Kontakte zum Schülerwohnheim und zum Gymnasium in Salemata zu intensivieren. Vor wenigen Wochen hat sich eine Senegal AG am Hannah-Arendt-Gymnasium gegründet.

Die 600-Euro-Spende des Bücherhauses am Thie resultiert aus dem Afrika-Abend mit Ute Gierczynski-Bocandé, die jedes Jahr vor Publikum einen Einblick in neue afrikanische Bücher gibt. Seit Gründung des Schülerhilfeprojektes vor zehn Jahren haben die Barsinghäuser einen Spendenerlös von nahezu 160.000 Euro in den Senegal geschickt.

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Von Frank Hermann

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