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Barsinghausen DRK baut Beratung für Zuwanderer aus – und bekommt mehr Geld vom Land
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen DRK baut Beratung für Zuwanderer aus – und bekommt mehr Geld vom Land
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17:03 24.07.2019
Projektmitarbeiterin Brigitte Kessner (vorne von links) und der neue Migrationsberater Abidullah Niazy stellen den Besuchern vom CDU-Stadtverband ihre Arbeit vor. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Immer mehr Zuwanderer nutzen die Hilfsangebote des DRK-Projektes „Gemeinsam für Barsinghausen“ mit Sitz in der Fußgängerzone. Dank eines neuen Landeszuschusses von 83.410 Euro ist eine weitere Finanzierung dieser Beratungsstelle in der Trägerschaft des DRK Soziale Dienste bis Ende 2020 gesichert. Zudem ermöglicht das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge einen Ausbau der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) um 30 Arbeitsstunden pro Woche.

Ein zusätzlicher Mitarbeiter

Als zusätzlicher Mitarbeiter für diesen erweiterten Service hat Abidullah Niazy vor rund vier Wochen seine Tätigkeit in den Projekträumen an der Marktstraße 33 aufgenommen. Niazy kam vor drei Jahren aus Afghanistan nach Deutschland und lebt mit seiner Familie mittlerweile in Gehrden. „Aber ich kenne mich auch in Barsinghausen gut aus“, betonte der Berater, der mehrere Sprachen spricht und sich mit vielen Hilfesuchenden in deren Muttersprache unterhalten kann.

Zu den Aufgaben von Abidullah Niazy gehört derzeit auch der Aufbau einer Online-Beratung mithilfe eines Internet-Messengers. Auf diese Weise ließen sich viele Fragen schnell auf elektronischem Weg klären – was eine Entlastung für die persönlichen Sprechstunden bedeute.

Im Dezember 2017 eröffnet das DRK-Projekt

„Wir wollen die Menschen aus anderen Herkunftsländern und Kulturen dazu befähigen, ihr Leben in Deutschland eigenverantwortlich organisieren zu können. Inzwischen gibt es bei uns auch schon viele Zuwanderer, die in unterschiedlichen Fachrichtungen arbeiten“, erläuterte Brigitte Kessner, Mitarbeiterin des im Dezember 2017 eröffneten DRK-Projektes „Gemeinsam für Barsinghausen“, bei einem Informationsbesuch von Mitgliedern des CDU-Stadtverbandes.

Für das Jahr 2018 berichtete Kessner, die zusammen mit ihrem Kollegen Abdul Hamid Khalil das Projekt führt, von 108 unterschiedlichen Servicefällen und 564 Sitzungen mit Hilfesuchenden. Im ersten Quartal 2019 habe die DRK-Stelle bereits 63 Fälle mit 152 Sitzungen bearbeitet. „Unsere Beratung wird immer stärker angenommen. Es spricht sich unter den Zuwanderern herum, dass sie hier Unterstützung erhalten“, sagte Brigitte Kessner.

Für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt

Im Mittelpunkt der Projektarbeit stehe das Bemühen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern und Lösungen für ein besseres Zusammenleben der Zuwanderer gemeinsam mit den einheimischen Barsinghäusern vor Ort zu erarbeiten. Dabei gehe es zumeist um die Vermittlung elementarer Dinge, um sich Alltag zurechtzufinden oder um soziale Bindungen aufzubauen. „Dann geben wir Hilfestellung, wenn es etwa Probleme bei der Wohnungs- und Arbeitsplatzsuche oder beim Schulbesuch der Kinder gibt“, erklärte die DRK-Mitarbeiterin.

Für das Projekt „Gemeinsam für Barsinghausen“ erhält das DRK Soziale Dienste in der Region Hannover erneut einen Landeszuschuss von 83.410 Euro für das Jahr 2020. Damit sei die Beratungsstelle bis Ende des nächsten Jahres gesichert.

1000 Menschen sind nach Barsinghausen gekommen

CDU-Sozialexperte und Ratsherr Max Matthiesen lobte die erfolgreiche Intergrationsarbeit des DRK-Projektes. Diese Arbeit sei von großer Bedeutung, denn im Zeitraum von 2015 bis 2018 seien rund 1000 Menschen auf ihrer Flucht aus der alten Heimat nach Barsinghausen gekommen. „Um diese Menschen müssen wir uns kümmern“, betonte Matthiesen. Es sei erfreulich, dass immer mehr Zuwanderer aus der Grundsicherung herauskommen und ihren Lebensunterhalt dank eines festen Arbeitsverhältnisses selbst bestreiten können. „Aber es bleibt noch viel zu tun“, merkte Matthiesen an.

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Von Frank Hermann

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