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Barsinghausen Ehrenamtliche Hilfe von Mensch zu Mensch
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17:19 12.10.2019
Am Welthospiztag informieren Cornelia Manke (von links), Katja Herzog, Ute Regina Otto, Aline Aswad und Johanna Mentzel über die ehrenamtliche Hilfe im Ambulanten Hospizdienst Aufgefangen. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Sie schenken anderen Menschen ihre Zeit, Kraft und Aufmerksamkeit: Mehr als 80 ehrenamtliche Helfer widmen sich im Ambulanten Hospizdienst Aufgefangen der Sterbebegleitung und Trauerarbeit – und machen mit ihrem sozialen Engagement diese Angebote von Mensch zu Mensch überhaupt erst möglich. Anlässlich des Welthospiztages am Sonnabend haben ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen von Aufgefangen mithilfe eines Infostandes am Thie über ihre Tätigkeit berichtet.

Freiwillige sind ein Schatz

Für Cornelia Manke und Katja Herzog, die zum hauptamtlichen Koordinatorenteam des Hospizdienstes gehören, steht fest: Ohne die freiwilligen Helfer wären die vielfältigen Aufgaben in der Sterbebegleitung sowie in der Trauerarbeit für Kinder, Jugendliche und Erwachsene nicht zu bewältigen. „Die ehrenamtlichen Kollegen sind unser Schatz. Jeder einzelne Mitarbeiter bringt seine persönlichen Fähigkeiten und Stärken ein, um anderen Menschen in Notsituationen beizustehen“, erläutert Cornelia Manke.

Zu diesem Aufgefangen-Schatz gehört zum Beispiel Johanna Mentzel aus Barsinghausen, die sich bereits seit zehn Jahren in ihrer Freizeit für die Begleitung sterbender Menschen einsetzt. Persönliche Erfahrungen im familiären Umfeld mit dem Tod brachten die ehemalige Kindergartenleiterin zum Ambulanten Hospizdienst. Für die Helfer sei es wichtig, ganz viel Empathie, Geduld und Offenheit mitzubringen. „Wir müssen die Menschen in ihrer letzten Lebensphase auch ohne große Worte verstehen können. Da kommt es auf Gesten und Blicke an, auf die kleinen Zwischentöne“, betont Johanna Mentzel.

Jungen Menschen beistehen

Vor drei Jahren stieg Ute Regina Otto als Freiwillige ins Helferteam ein und engagiert sich in der Fuchsbau-Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche – „um in meiner Freizeit etwas Sinnvolles machen zu können“, sagt sie. Im Fuchsbau sei es ebenfalls wichtig, die Jungen und Mädchen ganz unvoreingenommen anzunehmen und ihnen in ihrer Trauer um einen lieben Menschen beizustehen. „Als Gegenleistung bekomme ich die Freude der Kinder und die Dankbarkeit für mein eigenes Leben zurück“, stellt Otto fest.

Derzeit betreuen 30 freiwillige Frauen und Männer im Fuchsbau nahezu 50 Kinder und Jugendliche. Als neuestes Angebot gibt es seit wenigen Wochen eine Minigruppe für die jüngsten Kinder im Alter von fünf und sechs Jahren. „Da sind wir noch intensiver gefordert, denn die Kleinen erhalten fast immer eine Einzelbetreuung“, sagt die Fuchsbau-Mitarbeiterin.

Auch Helfer brauchen Hilfe

Alle ehrenamtlichen Helfer des Ambulanten Hospizdienstes müssen vor ihrem ersten Einsatz in der Sterbebegleitung oder der Trauerarbeit einen einjährigen Grundkurs absolvieren. Später kommen regelmäßige Fort- und Weiterbildungen sowie Supervisionen und ein ständiger gegenseitiger Erfahrungsaustausch hinzu. „Solche Gespräche untereinander sind wichtig, um Probleme abladen und neue Kraft tanken zu können. Denn auch die Helfer brauchen Hilfe“, erklärt die hauptamtliche Koordinatorin Katja Herzog.

Neue Ehrenamtliche seien stets willkommen, um die wachsenden Aufgaben im Hospizdienst meistern zu können. Ein möglichst großer Personalpool sei sinnvoll, um Einzelne nicht zu überfordern und um möglichst viele Helfer einbinden zu können. „Unsere Ehrenamtlichen decken mit ihren Ideen und Fähigkeiten wirklich ein großes Spektrum ab“, sagt Herzog.

Auskünfte über den Ambulanten Hospizdienst Aufgefangen gibt es unter Telefon (05105) 58 25 114, nach einer E-Mail an Hospizdienst@aufgefangan-ev.de sowie auf der Internetseite www.aufgefangen.de.

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