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Barsinghausen Gedenken an Befreiung des KZ Auschwitz
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14:30 27.01.2019
Die stellvertretende Bürgermeisterin Marlene Hunte-Grüne und Bürgermeister Marc Lahmann legen einen Kranz zum Gedenken an die Holocaust-Opfer nieder. Quelle: Lisa Malecha
Barsinghausen

“Die Erinnerung an den Holocaust bleibt eine Sache aller Bürger, die in Deutschland leben. Er gehört zur Geschichte dieses Landes“, sagte Bürgermeister Marc Lahmann, der gemeinsam mit Stellvertreterin Marlene Hunte-Grüne einen Kranz am Gedenkstein zwischen Rathaus und Kloster nieder – genau 73 Jahre nach der Befreiung des damaligen Konzentrationslagers Auschwitz.

„Das Verständnis der Menschheit über die Geschichte und über das Ausmaß des Bösen, dessen Menschen fähig sind, ist seit damals ein anderes“, sagte Lahmann und erinnerte an das zentrale Versprechen nach Auschwitz: „Nie wieder.“ „Gab es danach nicht Kambodscha, Ruanda, Darfur, Srebrenica, Myanmar, die Türkei, Syrien und den Irak?“, fragte der Bürgermeister. Auch wenn hier die Verbrechen nicht die Dimension nationalsozialistischen Mordens erreichten und erreichen, so sei es doch schrecklich entmutigend, wenn Genozid und Massenmord fast Routine werden. „Wenn die Welt "Nie wieder" erklärt, aber die Augen vor dem nächsten Genozid verschließt“, sagte Lahmann.

Zahlreiche Barsinghäuser waren gekommen, um den Opfern des Holocaust zu gedenken. Quelle: Lisa Malecha

Es bedarf Zivilcourage eines jeden Einzelnen und eine konsequente Haltung der Gesellschaft, um jegliche Form von Ausgrenzung und Gewalt zu verhindern – und es sei auch eine Pflicht, jenen, die vor Verfolgung, Krieg und Terror flüchten, eine sichere Heimstatt bieten. „Wer vom Volk spricht, aber nur bestimmte Teile der Bevölkerung meint, legt Hand an unsere Ordnung“, sagte Lahmann. Denn aus dem Erinnern ergibt sich für Lahmann ein Auftrag. „Schützt und bewahrt die Mitmenschlichkeit. Schützt und bewahrt die Rechte eines jeden Menschen.“

Auch wenn man nicht ändern oder rückgängig machen kann, was geschehen ist, so sei es „uns aber Auftrag und Verpflichtung die Erinnerung an diesen Zivilisationsbruch, das Gedenken an die Opfer und die Verantwortung, die uns heute daraus erwächst, wachzuhalten“, sagte Lahmann und erinnerte daran, dass auch in Barsinghausen Juden deportiert wurden.

Auschwitz-Bildband wird gezeigt

Die Siegfried Lehmann-Stiftung lädt alle Interessierten für Donnerstag, 19 Uhr, in den Gemeindesaal der Marien-Kirchengemeinde ein. Dort gibt Vorstandsmitglied Berd Steger ab 19 Uhr einen Einblick in das Auschwitz-Bildband „Ikonen der Vernichtung - Das Fotoalbum der Lilly Jacob“.

Lilly Jacob, eine Jüdin aus Ungarn, findet nach der Befreieung , findet in einer SS-Baracke ein Album, das die Ankunft und Selektion ungarischer Juden im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau zeigt. Sogar ein Foto von sich selbst und Aufnahmen ihrer Familienmitglieder sind darin. Die Sammlung der Fotos ist ein einzigartiges fotografisches Zeugnis, das die Ankunft ungarischer Juden, die Selektion und den Weg bis zu den Vernichtungsanlagen dokumentiert.

Steger wird ausgewählte Fotos zeigen und ihrer Geschichte nachgehen. Er möchte bei seinem Vortrag auch ein kritisches Bewusstsein wecken, dass heutzutage historischen Fakten durch neue Medien allzu leicht manipulierbar werden.

Von Lisa Malecha

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