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Barsinghausen Grüne fordern mehr Anstrengungen bei Energieeffizienz von Gebäuden
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Grüne fordern mehr Anstrengungen bei Energieeffizienz von Gebäuden
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17:41 07.03.2019
Das Vorstandsteam der Barsinghäuser Grünen (von links): Bärbel Cronau-Kretschmar, Helmut Freitag, Sabine Freitag, Angelika Richter und Abdulselam Dogan. Quelle: Andreas Kannegießer
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Barsinghausen

 Die Barsinghäuser Grünen wollen sich dafür einsetzen, dass die Stadt künftig alle neuen Gebäude besonders energieeffizient plant und baut. Dabei sollen deutlich mehr Anstrengungen unternommen werden als es die Energieeinsparverordnung vorgibt. „Nur die jeweiligen Grenzwerte einzuhalten, ist wenig ambitioniert“, sagte Ortsverbandsvorsitzender Helmut Freitag während der Jahresversammlung der Grünen am Mittwochabend.

Die Debatte angestoßen hatte der Architekt Dirk Nolte, der in der Versammlung kritisierte, dass aktuelle Vorhaben wie etwa der Neubau des Kindergartens Gänsefüße lediglich die gesetzlichen Mindestanforderungen in Bezug auf Energieeffizienz erfüllten. „Es ist nicht zukunftsorientiert, wenn vorhandene Techniken nicht eingesetzt werden“, sagte Nolte. „Die Stadt könnte da sehr viel besser sein.“

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Die Grünen wollen anstehende Bauprojekte künftig so frühzeitig begleiten, dass es noch möglich ist, Einfluss auf die Planung zu nehmen. „Wenn der Bauantrag erst vorliegt, ist es zu spät und das Kind in den Brunnen gefallen“, sagte Nolte. Vorstandsmitglied Bärbel Cronau-Kretschmar schlug vor, einen Anforderungskatalog für alle anstehenden kommunalen Bauprojekte zu formulieren. „Das würde uns Grünen gut anstehen“, sagte sie. Für die nächsten Fachausschusssitzungen wollen die Grünen nun einen detaillierten Sachstandsbericht von der Verwaltung unter dem Aspekt der Energieeffizienz bei neuen Projekten einfordern.

Für Diskussionen sorgte in der Versammlung der geplante Golfplatz zwischen Egestorf und Langreder. Vorstand und Ratsfraktion wünschen sich offenbar zunächst weitere Informationen, ehe sie das Projekt endgültig bewerten. „Ich möchte noch nicht von Anfang an dagegen sein“, sagte Helmut Freitag und verwies darauf, dass derzeit alles nach einer politischen Mehrheit für das Vorhaben aussehe. „Wir sollten auf Kompromisse hinarbeiten“, sagte Ratsherr Thomas Lux. Diese Haltung kommt nicht bei allen Grünen an. „Wir müssen uns um die sozial-ökologischen Randbedingungen kümmern“, sagte Frank Roth. „Ich bin strikt dagegen.“ Er begründete seine Ablehnung mit dem hohen Flächenverbrauch wertvollen Ackerlandes und den zu erwartenden Belastungen für die Anlieger in Egestorf. Co-Vorsitzende Sabine Freitag und Angelika Richter schlugen vor, einen möglichst öffentlichen Ortstermin mit dem Golfclub zu vereinbaren. „Und danach diskutieren wir über unsere Position“, empfahl Ratsfraktionsvorsitzender Christian Röver.

Einstimmig votierte die Versammlung für einen Beitritt der Barsinghäuser Grünen im neu gegründeten Verein des Bündnisses „Barsinghausen ist bunt“. „Dieser Verein übernimmt einen Teil unserer politischen Arbeit“, sagte Roth. Auch im Kulturverein Krawatte ist der Ortsverband vertreten.

Bei den Vorstandswahlen gab es keine Überraschungen. In geheimer Wahl wurden die beiden Ortsverbandsvorsitzenden Sabine Freitag (einstimmig) und Helmut Freitag (eine Gegenstimme) in ihren Ämtern bestätigt. Einstimmig fielen auch die Wahlgänge zugunsten von Kassierer Abdulselam Dogan und die Beisitzerinnen Angelika Richter, Carmen Eickhoff-Clouvi und Bärbel Cronau-Kretschmar aus. Vierte Beisitzerin ist Dorota Szymanska (zwei Gegenstimmen).

Der Grünen-Ortsverband hat jetzt 40 Mitglieder, drei mehr als ein Jahr zuvor. „Es ist wieder Leben in der Bude, der Ortsverein hat sich positiv entwickelt und wird wahrgenommen“, lobte Ratsherr Lux. Im Herbst wollen die Barsinghäuser Grünen das 40-jährige Bestehen des Ortsverbandes mit einer größeren Veranstaltung feiern.

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Von Andreas Kannegießer