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Barsinghausen Wo Petersilie aus der Suppentasse wächst: Noa Noa zeigt ihren vertikalen Garten
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Wo Petersilie aus der Suppentasse wächst: Noa Noa zeigt ihren vertikalen Garten
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16:11 09.07.2019
Toni Brinkmann wässert die Erdbeerpflanzen in einem alten Horn. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Hier sprießen Natur und Kultur nebeneinander: Während an der Fassade vor der ehemaligen Krawattenfabrik das Grün in den vertikalen Gärten gedeiht, wächst hinter dem Bauzaun das soziokulturelle Zentrum mit seinem Konzept aus Kunstwerkstätten, Theater, Ausstellungen, Musik und Probenräumen. Zu den künstlerischen Projekten der künftigen Kulturfabrik gehören auch die vertikalen Gärten vor dem Krawattegebäude an der Egestorfer Straße, die zum Schauen und Mitmachen anregen sollen.

Vor der Kulturfabrik Krawatte haben Noa Noa-Künstler in Zusammenarbeit mit der Labora-Jugendwerkstatt die vertikalen Gärten angelegt. Quelle: Frank Hermann

In Kooperation mit der Labora-Jugendwerkstatt hat die Kunstschule Noa Noa diese vertikalen Gärten angelegt. An zwei farbig gestalteten Pressholzwänden hängen ausrangierte Gefäße, die vom Wertstoffhof an der Hannoverschen Straße stammen und nun als originelle Pflanzkübel dienen. Da wachsen Erdbeeren aus einem zerbeulten Musikhorn, Petersilie aus einer Suppentasse, Margeriten und andere Blumen aus halbierten Reifen sowie Tomaten, Paprika, Feldsalat, Schnittlauch und Kupuzinerkresse aus aufgeschnittenen Plastikflaschen.

Waschbecken als Pflanzkübel

„Als besonderen Clou haben wir das Vorderteil eines Fahrrades an die Wand montiert und darauf ein altes Waschbecken als Pflanzkübel gesetzt. Diese Konstruktion war eine echte Herausforderung“, erläutert Noa Noa-Jahrespraktikant Florian Sieck, der gemeinsam mit Schulpraktikantin Toni Brinkmann einen Großteil der Gartengestaltung übernommen hatte.

Aufgeschnittene Reifen dienen in den vertikalen Gärten als Blühplatz für Blumen. Quelle: Frank Hermann

Hinter dem Projekt stecke die Idee, Nachbarn und Passanten zum Mitmachen anzuregen. „Wer Interesse hat, kann leere Behälter selbst bepflanzen oder das vorhandene Grün bewässern“, sagt Frank Plorin, der Leiter der Kunstschule. Gießkannen und ein gefüllter Wasserbottich stehen an den vertikalen Gärten bereit. Zudem sei es ausdrücklich erlaubt, im Garten zu ernten.

Ernte ausdrücklich erlaubt

„Die ersten Erdbeeren und Tomaten haben schon Abnehmer gefunden. Und die Pflanzerde ist immer feucht, also beteiligen sich die ersten Leute schon an der Gartenpflege“, betont Toni Brinkmann. Bereits während der Entstehungsphase sei das Interesse der Menschen groß gewesen: Radfahrer hielten an, um sich über das Projekt zu informieren. Und auch viele Autofahrer warfen einen neugierigen Blick zur Seite.

Aus einer alten Suppentasse sprießt die Petersilie. Quelle: Frank Hermann

Dieser Effekt sei ausdrücklich gewünscht, betont Noa Noa-Künstlerin Sabine König-Spata. Denn mithilfe der vertikalen Gärten wollen die Initiatoren auf die Schritt für Schritt wachsende Kultur hinter dem Bauzaun aufmerksam machen. Dort laufen die Vorbereitungen für den nächsten Bauabschnitt zum Umbau der ehemaligen Krawattenfabrik in ein soziokulturelles Zentrum: Voraussichtlich im Spätsommer oder im Herbst beginnen Handwerker damit, eine neue Heizungsanlage einzubauen sowie die Noa Noa-Werkstätten in der alten Produktionshalle einzurichten. Bis Ende 2019 will die Kunstschule dann als erster Dauermieter in die Kulturfabrik einziehen.

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Von Frank Hermann

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