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Barsinghausen Jugendliche gestalten Gedenkgottesdienst mit
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17:08 12.11.2019
Barsinghäuser Konfirmanden beschäftigen sich mit der Geschichte des alten jüdischen Friedhofes am Deisterrand oberhalb der Stadt. Quelle: Privat
Barsinghausen

Unter dem Motto „Hewenu schalom“ (Wir brachten Frieden) hat der ökumenische Gottesdienst zum 81. Jahrestag der Reichspogromnacht in der Barsinghäuser Klosterkirche gestanden. Den Gedenkgottesdienst haben Hauptkonfirmanden der Barsinghäuser Mariengemeinde, Jugendliche der Petrusgemeinde, die Pastorinnen Uta Junginger (Marien) und Kristin Köhler (Petrus), Pfarrer Christoph Paschek (St.-Barbara-Gemeinde) sowie Bernd Steger von der Siegfried-Lehmann-Stiftung gestaltet.

„Antisemitismus ist eine Realität in der Mitte unserer Gesellschaft“, betonte Pastorin Junginger in ihrer Predigt. „Gegen ein Klima des Hasses und der Abschottung sollten wir ein Klima des Willkommens und eine Kultur der Toleranz setzen“, sagte sie. Die Gottesdienstbesucher sangen das hebräische Lied „Hinematov umanajim. Schwewet achim gam jachat“. Das heißt: „Schön ist’s, wenn Brüder und Schwestern friedlich beisammen wohnen.“

Unterwegs auf jüdischen Spuren

Die Konfirmanden waren zuvor mit Pastorin Junginger auf jüdischen Spuren in Barsinghausen unterwegs gewesen. Im Gedenkgottesdienst berichteten sie nun von der erschreckenden Geschichte des Jüdischen Friedhofs, der in der Nacht vom 10. auf den 11. November 1938 vollständig zerstört worden war und der 1939 eingeebnet wurde. Stille herrschte wenig später, nachdem Bernd Steger die Namen der verstorbenen jüdischen Bürger aus Barsinghausen vorgelesen hatte. Barsinghausens stellvertretende Bürgermeisterin Marlene Hunte-Grüne warnte in ihrer Rede nach dem Gottesdienst vor Radikalismus von Links und von Rechts.

Im Anschluss gingen die Gottesdienstbesucher gemeinsam zum jüdischen Friedhof am Deisterrand, wo die Konfirmanden Gedenkkränze niederlegten. Sie sangen „Hewenu schalom alechem“ und legten in Anlehnung an den jüdischen Brauch kleine Steine auf dem Gedenkstein auf dem Friedhof nieder – mit der Inschrift: „Der Friede Gottes sei den Entschlafenen“.

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