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Barsinghausen Kunden suchen gezielt das Gespräch mit Autohändlern
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Kunden suchen gezielt das Gespräch mit Autohändlern
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00:39 30.05.2018
Andreas Blank (links) und Moderator Klaus Danner stellen am Thie den Fiat 124 Spyder vor. Quelle: Andreas Kannegießer
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Barsinghausen

Die Barsinghäuser Autoschau ist auch als eigenständige Veranstaltung nach wie vor ein Besuchermagnet. Nachdem die Großveranstaltung im vergangenen Jahr Teil der Mobilitäts- und Gewerbeschau (MoWi) war, hatten die Autohändler die Aufmerksamkeit in der Fußgängerzone diesmal wieder ganz für sich. Bei strahlendem Sonnenschein flanierten an den beiden Veranstaltungstagen Tausende von Besuchern über den riesigen Freiluft-Automobilsalon. Aus Sicht der Organisatoren war das Wetter beinahe schon zu heiß: „Am Sonnabendnachmittag war es zeitweise etwas ruhiger. So mancher ist da wohl lieber zuhause im Garten geblieben“, sagte Frank Krumfuss aus dem Moderatorenteam der Veranstaltung. Einen Ausgleich dafür gab es am verkaufsoffenen Sonntag, als zusätzliche Besucher von der Aussicht auf einen Einkaufsbummel in die City gelockt wurden. Die Gesamtbilanz fällt uneingeschränkt positiv aus: „Kein einziger Händler ist unzufrieden“, sagte Organisator Walter Krull am Sonntagabend. Überall seien an den Ständen „viele interessante Gespräche“ mit potentiellen Kunden geführt worden.

Neun Autohändler aus Barsinghausen und Umgebung stellten ihre chromblitzenden Modelle in der Innenstadt vor, zudem waren auch zwei Fahrradhändler vertreten. Beim Blick auf die Ausstellungsstücke wurde deutlich, dass der vielbeschworene Trend zur Elektromobilität bei den meisten Autointeressenten am Deister noch nicht angekommen ist. „Die Reichweite ist noch zu gering, und das Netz der Ladestationen zu dünn“, sagte Wolfram Becker aus Hannover, der wahrscheinlich im nächsten Jahr einen Neuwagen kaufen möchte. Ford-Händlerin Sonja Guder bestätigt diese Einschätzung: „Umsatzbringer sind Elektrofahrzeuge noch nicht“, sagte sie.

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Besonders beliebt bei den Käufern sind nach wie vor sportliche Geländefahrzeuge, sogenannte SUVs. „Der Trend hält an“, sagte Frank Scheibe vom BMW-Autohaus Schräpler. Die Kunden schätzten insbesondere die höhere Sitzposition. „Wir verkaufen längst mehr SUVs als Limousinen.“

Steigender Beliebtheit bei den Besuchern der Autoschau erfreut sich auch die Präsentation von Oldtimern im Rahmenprogramm. Die Gruppe Basche Classics ist ein loser Zusammenschluss von Fahrern historischer Fahrzeuge aus Barsinghausen und Umgebung. Viele Besucher staunten über den durchweg nahezu perfekten Zustand der diesmal rund 40 Auto-Oldies. „Es ist erstaunlich, wie viele Autofahrer in ihren Garagen wirklich alte Fahrzeuge haben“, sagte der Koordinator der Gruppe, Jens Bleckmann.

Der Blick der Autohändler ist bereits auf das nächste Jahr gerichtet: „Zur 40. Autoschau soll es ganz besondere Elemente im Programm geben“, kündigte Krull an.

Von Andreas Kannegießer