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Barsinghausen Nach Ausschreitungen: Polizei, Stadt und Schule beraten über Zukunft der Abi-Partys
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Nach Ausschreitungen: Polizei, Stadt und Schule beraten über Zukunft der Abi-Partys
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19:07 12.06.2019
Im Umfeld der Abiparty ist es auf dem Gelände des Schulzentrums Am Spalterhals zu heftigen Schlägereien gekommen (Symbolbild). Quelle: dpa
Kirchdorf

Nach den heftigen Ausschreitungen im Umfeld der jüngsten Abiparty in der Mensa des Schulzentrums Am Spalterhals wird es in nächster Zeit eine Grundsatzentscheidung darüber geben, ob die Veranstaltung in der bisherigen Form eine Zukunft hat. Nach den Worten der Schulleiterin des Hannah-Arendt-Gymnasiums (HAG), Silvia Bethe, ist dazu eine ausführliche Nachbesprechung mit Vertretern der Stadtverwaltung und der Barsinghäuser Polizei geplant.

Partys werden schon lange intensiv abgesichert

Die Abipartys werden traditionsgemäß von den Schülern des Abiturjahrgangs organisiert, um Geld für Aktionen zum Abschluss der Schulzeit in die Gemeinschaftskasse zu bekommen. Weil es seit Jahren immer wieder handfest ausgetragene Streitigkeiten im Umfeld der Partys gab, wird die Veranstaltung intensiv abgesichert: Ein Sicherheitsdienst ist mit mehr als einem Dutzend Mitarbeitern im Einsatz, und die Polizei stellt zusätzlich mehrere Beamte ab, die durchgängig während der Party präsent sind. All das hatte in diesem Jahr nicht ausgereicht:

Störenfriede aus Hannover und Wennigsen wollten offenbar gezielt Ärger machen

Eine größere Anzahl auswärtiger Besucher – unter anderem aus Hannover und Wennigsen – hatte sich offenbar gezielt die Party am Schulzentrum ausgesucht, um Streit zu suchen und Schlägereien anzuzetteln. Eskaliert war die Situation vor allem auf dem Parkplatz des Schulzentrums. Die Polizei musste zu später Stunde sogar Unterstützung von Dienststellen aus der Umgebung anfordern, um Herr der Lage zu werden.

Unter den Schlägern war laut Polizei kein einziger HAG-Schüler

„Unsere Schüler haben alles richtig gemacht“, betont Schulleiterin Bethe. Die Organisation habe funktioniert, die Mitglieder des Organisationsteams hätten keinen Alkohol getrunken, und in der Mensa selbst sei es ruhig geblieben. Unter den von der Polizei identifizierten Schlägern sei kein einziger HAG-Schüler gewesen.

Schulleiterin: „Dieses Ausmaß an Gewalt hatten wir noch nicht“

Nach Bethes Worten sind die Abi-Partys keine Schulveranstaltungen. Die Stadt stelle den Schülern als Vertragspartnern die Räumlichkeiten in der Mensa zur Verfügung. „Die Frage ist, wie man Jugendliche beim Feiern begleitet“, sagt Bethe. „Das ist auch ein Erziehungsauftrag.“ Die Schulleiterin war auch diesmal wieder selbst vor Ort, um sich ein Bild von der Party zu machen. Nach überwiegend kleineren Scharmützeln und Ruhestörungen im Zuge der Partys in den vergangenen Jahren hat sich in diesem Jahr allerdings ein viel dramatischeres Bild ergeben. „Dieses Ausmaß an Gewalt hatten wir noch nicht“, sagt Bethe.

Im Zuge der Nachbereitungsgespräche sollen nun die Handlungsalternativen gründlich erörtert werden. „Die Frage ist: Lässt sich so etwas wie diesmal überhaupt verhindern?“, sagt Bethe. Zumindest im nächsten Jahr wird es keine Abi-Party im Schulzentrum geben, das steht bereits fest. Grund dafür sind aber nicht die jüngsten Ereignisse – sondern der fehlende Abiturjahrgang 2020 als Folge der Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren in Niedersachsen.

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