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Barsinghausen Naturschützer appellieren: Alte Bäume erhalten
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Naturschützer appellieren: Alte Bäume erhalten
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15:42 26.04.2019
Mitglieder des Barsinghäuser Naturschutzbundes und der Stadtverwaltung haben erneut einen jungen Waldkauz am Ziegenteich aus einer hilflosen Lage gerettet. Quelle: Privat
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Barsinghausen

Der Barsinghäuser Ortsverband des Naturschutzbundes (Nabu) hat erneut den Wert alter Bäume für den Artenschutz bekräftigt. „Alte Bäume werden oftmals mit mangelnder Verkehrssicherheit in Verbindung gebracht, deshalb entfernt man sie vorsichtshalber“, sagt Nabu-Vorsitzende Elke Steinhoff. Dabei werde aber häufig übersehen, wie wichtig das Altholz als Kinderstube und Schutzraum für vielerlei Tierarten sei.

In dieser Woche haben Nabu-Mitglieder und Mitarbeiter der Stadt erneut einen jungen Waldkauz in Sicherheit gebracht. Das Tier hatte seine Baumhöhle am Ziegenteich vorzeitig verlassen und hockte nun ungeschützt in Ufernähe nahe des Fußweges am Boden, wie Steinhoff berichtet. Die Helfer setzten das Jungtier, das noch nicht fliegen kann, in einen Privatgarten ein paar Meter weiter um, deren Besitzer weder Hunde noch Katzen halten. An dem sicheren Ort werde der kleine Kauz von den Eltern weiterhin versorgt, bis er flügge sei, sagt Steinhoff.

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Der Nabu verweist darauf, dass alte Bäume oftmals im Inneren Hohlräume ausgebildet haben, die von Fledermäusen, Spechten, Siebenschläfern und auch Eulenvögeln als Kinderstube genutzt werden könne. In den heutigen aufgeräumten Wäldern, Parks und Gärten seien alte Bäume heute selten geworden, bedauert der Nabu. „Das ist für viele Tierarten ein großes Problem, denn sie sind auf die Höhlen im Altholz angewiesen.“ Der Barsinghäuser Nabu plädiert deshalb an alle Gartenbesitzer sowie Verantwortliche in den Behörden, gerade alte Bäume möglichst lange zu erhalten. Wenn aus Sicherheitsgründen dennoch das Fällen unerlässlich sei, so solle wenigstens nur die Krone entlastet werden und der knorrige alte Stammbereich erhalten bleiben – „zum Schutz der wild lebenden Tierarten“, wie Steinhoff betont.

Der Nabu appelliert zudem an Tierhalter, ihre Hunde in diesen Frühlingswochen an der Leine zu führen und Katzen wenigstens nachts in der Wohnung zu behalten, weil in den Dämmerungszeiten das Tierleben in der Natur besonders aktiv sei.

In dieser Baumhöhle in einer alten Erle am Ziegenteich war der junge Waldkauz aufgezogen worden, ehe er die Nesthöhle vorzeitig verließ. Quelle: Privat

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Von Andreas Kannegießer