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Barsinghausen Neues Zeitungsprojekt gibt Einblicke in den Petrushof
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17:24 12.07.2019
Das sechsköpfige Redaktionsteam präsentiert stolz die erste Ausgabe der Petrushof-Zeitung: Andreas Leyfeld (vorne von links), Inga Pardey, Renate Garbe, Barbara Asmus, Daniel Baumann und Roman Kofenko. Im Hintergrund schauen Joachim Richter (von links), Marc Gawert, Dieter Mockprang, Antje Marklein, Renate Kösel-Görtz und Andrea Schink zu. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Sie schreiben Gedichte, führen Interviews, berichten von Ausflügen und stellen Angebote ihrer Betreuungseinrichtung vor: Sechs Bewohner und Klienten aus dem diakonischen Petrushof an der Hans-Böckler-Straße haben sich zu einem Redaktionsteam zusammengeschlossen, um gemeinsam eine Hauszeitung herauszubringen – die Petrushof-Redaktion. Mittlerweile liegt die erste Ausgabe vor. Finanzielle Unterstützung erhält das Projekt von der Calenberger Diakoniestiftung.

Zeitung mit und für Bewohner

Unter der therapeutischen Leitung von Marc Gawert, der momentan auch den Petrushof kommissarisch führt, und von Sozialpädagogin Annette Kosubek trifft sich das Team jeden Mittwoch zur Redaktionssitzung. „Wir wollen eine Zeitung mit und für unsere Bewohner machen. Außerdem haben wir uns vorgenommen, Außenstehenden viele interessante Einblicke in unsere Einrichtung für seelisch erkrankte Menschen zu geben“, erläutert Gawert. Die Idee für die Petrushof-Redaktion habe er während seiner jüngsten Fortbildung zur Fachkraft für sozialpsychiatrische Betreuung entwickelt.

Schnell sei diese Idee bei den Bewohnern auf fruchtbaren Boden gefallen. „Ich schreibe gerne Gedichte“, sagt Renate Garbe zu ihrer Motivation, an der neuen Zeitung mitzuarbeiten. In der ersten Ausgabe steht ihr selbst verfasstes Gedicht über das Wohnheim im Petrushof. Dort lebt die Autorin seit 2010 in einem der 23 Appartements. Für die zweite Zeitungsausgabe habe sie auch schon ein Gedicht vorbereitet.

Interview mit Pastorin geplant

Für Andreas Leyfeld, der seit 2017 im Petrushof lebt, üben Interviews einen besonderen Reiz aus – wie zum Beispiel ein Gespräch mit Sozialpädagogin Patricia Purfürst in der ersten Ausgabe. „Jetzt plane ich ein Interview mit Pastorin Köhler von der Petrusgemeinde“, kündigt Leyfeld an.

Zum Inhalt der ersten Hauszeitung gehören zudem ein bebilderter Bericht über einen Zoobesuch von Ina Pardey sowie ein Kunstporträt über Petrushof-Bewohnerin Silke Dittert und eine große Rätselecke. „Nach den ganzen Vorbereitungen endlich die fertige Zeitung in den Händen zu halten, das macht schon stolz“, sagt Ina Pardey.

Stiftung gibt 700 Euro

Zur Unterstützung der Redaktionsarbeit erhält der Petrushof von der Calenberger Diakoniestiftung einen Zuschuss von 700 Euro. Von diesem Geld will die Einrichtung laut Marc Gawert zwei Notebooks und ein Computerprogramm zur Zeitungsgestaltung anschaffen. „Das würde unsere Arbeit sehr erleichtern“, betont der Projektleiter.

Mitglieder des Stiftungskuratoriums sowie des Kirchenkreisamtes loben das Redaktionsteam. „Sie zeigen ihre Fähigkeiten und widmen sich einer reizvollen Aufgaben. Denn hier im Petrushof geschieht sehr viel im Verborgenen, was Außenstehende kaum mitbekommen“, erläutert Oberkirchenrat und Amtsleiter Joachim Richter. Die Petrushof-Redaktion trage zur Transparenz bei und fördere zudem das Potenzial der Bewohner und Klienten. Künftig sollen die kostenlosen Zeitungsausgaben, die unregelmäßig erscheinen, in den diakonischen Einrichtungen sowie möglichst auch in den Ladengeschäften der Barsinghäuser Nordstadt ausliegen.

Die 2009 gegründete Petrushof-Betreuungsgesellschaft bietet für volljährige Menschen mit seelischen Erkrankungen oder Beeinträchtigungen ein Wohnheim mit 23 Einzelappartements, eine Tagesstätte als Treffpunkt, eine Praxis für Ergotherapie sowie ambulantes betreutes Wohnen.

Stiftung fördert dieses Jahr Projekte mit 10.000 Euro

Die Calenberger Diakoniestiftung wurde 2009 mit einen finanziellen Grundkapital von 125.000 Euro gegründet, um diakonische und soziale Projekte innerhalb des Kirchenkreises Ronnenberg zu unterstützen. Mittlerweile verfügt die Stiftung über ein Kapital von 263.000 Euro, aus dessen Zinserträgen die jährlichen Zuwendungen resultieren. Für 2019 hat das Stiftungskuratorium unter Leitung von Superintendentin Antje Marklein eine Ausschüttung im Gesamtwert von 10.000 Euro beschlossen. Zu den Empfängern gehören unter anderem die Petrushof-Redaktion mit 700 Euro, die Kinderkantine Wennigsen (2000 Euro), die Fuchsbau-Trauergruppe für Kinder und Jugendliche (700 Euro), das Familienzentrum Empelde sowie die Kirchengemeinde Kirchdorf für einen Familienausflug (je 2000 Euro). Dem Stiftungskuratorium gehören außerdem an: Dorothea Freifrau von Schlotheim (Gehrden) als zweite Vorsitzende sowie Pastorin Elke Pankratz-Lehnhoff (Bördedörfer Barsinghausen), Renate Kösel-Görtz (Egestorf), Andrea Schink (Ronnenberg) und Dieter Mockprang (Ronnenberg).

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Von Frank Hermann

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