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Barsinghausen Personalmangel in der Gebäudewirtschaft verschärft sich
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Personalmangel in der Gebäudewirtschaft verschärft sich
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16:29 25.06.2019
Große Bauprojekte wie die Sanierung der Goetheschule erfordern auch in der Stadtverwaltung viel Aufwand bei der Betreuung. Personalmangel bremst immer wieder Projekte aus. Quelle: Andreas Kannegießer
Barsinghausen

Der Personalmangel im städtischen Gebäudewirtschaftsbetrieb hat sich in den vergangenen Monaten erneut zugespitzt: Von den 20 Stellen in dem Fachdienst sind derzeit nur zwölf besetzt, zudem gibt es zwei langzeiterkrankte Bedienstete. Allein zwischen März und Mai haben vier Mitarbeiter die Gebäudewirtschaft verlassen. Die Stadt tut sich –wie fast alle Kommunen – schwer damit, die Stellen zeitnah wieder zu besetzen. Insbesondere Ingenieure aus dem Baubereich sind angesichts guter Verdienstmöglichkeiten in der freien Wirtschaft und in größeren Kommunen immer schwerer für die Mitarbeit zu gewinnen.

Von den acht offenen Stellen in der Gebäudewirtschaft sind nach den Worten von Verwaltungsvorstand Alexander Wollny sechs Ingenieurstellen, die in der Gebäudewirtschaft üblicherweise als sogenannte Gebäudemanager mit Zuständigkeiten für jeweils einzelne kommunale Gebäude wie etwa die Schulzentren arbeiten. Aber auch andere Spezialisten sind teilweise schwer zu finden: So hat die Stadtverwaltung gleich zweimal eine Stelle für einen Klimatechniker oder eine Technikerin ausgeschrieben. Das Ergebnis war niederschmetternd: Beide Stellenausschreibungen blieben ohne Erfolg.

Bauvorhaben müssen verschoben werden

Neben der Gebäudewirtschaft sind auch andere Fachdienste aus dem Baubereich immer wieder vom Personalmangel betroffen. Im Fachdienst Tiefbau habe sich die Situation zuletzt zwar entspannt, berichtet Wollny, aber noch immer ist eine Ingenieurstelle unbesetzt, ebenso wie im Fachdienst Bauverwaltung. Die Stelle im Fachdienst Tiefbau ist derzeit unter anderem auf der Homepage der Stadt ausgeschrieben. Gesucht wird demnach eine Ingenieurin oder ein Ingenieur „zur Abwicklung komplexer Straßenbaumaßnahmen“.

Gerade im technischen Bereich haben offene Stellen in der Stadtverwaltung zumeist unmittelbare Auswirkungen auf bereits beschlossene Investitionsvorhaben: Weil sie nicht betreut werden können, müssen seit Jahren immer wieder Straßensanierungen, aber auch Bau- und Umbauvorhaben in städtischen Gebäuden verschoben werden. Die Gebäudewirtschaft hat bereits seit Jahren mit einer hohen Fluktuation und ständig offenen Stellen zu kämpfen. Dort wird längst nach einer Prioritätenliste gearbeitet: Vorrang haben dabei Baumaßnahmen, die aufgrund gesetzlicher Forderungen keinen Aufschub dulden – etwa Brandschutzmaßnahmen in Schulen. Alles andere muss warten. „Bei den großen Projekten sind wir aber im Zeitplan“, betont Wollny.

Hohe Kosten bei Fremdvergabe

Möglich ist das nur, weil die Kommune mittlerweile einen neuen Weg geht und bei Bauprojekten, die zügig vorangetrieben werden sollen, die gesamte Planung, Vorbereitung und auch Baubetreuung an externe Dienstleister vergibt. Das ist allerdings mit erheblichem finanziellem Aufwand verbunden: Die Verwaltung beziffert die Mehrkosten, die so beim Bau des geplanten Feuerwehrgerätehauses für Nord- und Großgoltern entstehen, auf mehr als 600.000 Euro.

Nach den Worten von Wollny versucht die Stadtverwaltung zudem, Aufgaben, die bisher Ingenieuren und Technikern vorbehalten waren, auf Verwaltungsmitarbeiter mit allgemeiner Ausbildung zu verlagern. Dies betreffe etwa Auftragsvergaben, sagt der Leitende Baudirektor.

Zulagen für Fachkräfte nicht sinnvoll?

Die Stadtverwaltung bezahlt ihre Ingenieure im Baubereich im allgemeinen nach den Entgeltgruppen E10 und E11 im Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes. „Wenn wir E10-Stellen ausschreiben, bleibt der Schreibtisch relativ leer“, sagt Wollny. Bei offenen E11-Stellen kämen Bewerbungen vor allem intern von den Inhabern von E10-Stellen. Die Verwaltung denkt nun über die Anhebung der Dotierung mancher Stellen nach. „Wir arbeiten daran, dass die vorhandenen Mitarbeiter sich wohlfühlen und wir diese halten“, sagt Wollny.

Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst gewährt auch die Möglichkeit, Fachkräften zusätzliche Zulagen zu gewähren. Dieses Instrument sieht die Barsinghäuser Verwaltungsspitze allerdings kritisch: „Die Nutzung in der Breite ist nicht sinnvoll“, sagt Bürgermeister Marc Lahmann. „Die Kommunen würden sich die Mitarbeiter so nur gegenseitig abwerben.“ Deshalb bestehe weitgehend Einigkeit, das nicht zu machen.

Von Andreas Kannegießer

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