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Barsinghausen Schulzentrum: Stadt plant Grundsanierung aus einem Guss
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17:28 25.10.2019
Sanierung aus einem Guss als Ziel: Die Stadt Barsinghausen muss in den nächsten Jahren einen zweistelligen Millionenbetrag im Schulzentrum Am Spalterhals investieren. Quelle: Andreas Kannegießer
Barsinghausen

Das Schulzentrum Am Spalterhals könnte binnen weniger Jahre ein ganz neues Gesicht erhalten. Die Stadt Barsinghausen muss in den nächsten Jahren einen zweistelligen Millionenbetrag in den weitläufigen Komplex investieren: Es gilt einerseits, neue Räume für die Lisa-Tetzner-Oberschule zu schaffen, und zum anderen die seit Jahren laufende Brandschutzsanierung voranzutreiben.

Beim Brandschutz muss die Stadt demnächst die besonders aufwendigen Projekte in den Klassentürmen A, B und C des Schulzentrums in Angriff nehmen. Verwaltungsvorstand Alexander Wollny wirbt dafür, alle notwendigen Investitionen aus einem Guss zu planen. „Es wäre dumm, den Brandschutz und die Räume für die Lisa-Tetzner-Schule getrennt zu betrachten“, sagt der Leitende Baudirektor. Er plädiert zudem dafür, in die Zukunftsplanung auch die Mensa der Schule einzubeziehen, die derzeit noch in einem separaten Gebäude im Osten des Schulgeländes untergebracht ist.

Handlungsbedarf bei der Mensa

Bei der Mensa bestehe zwar noch kein akuter Handlungsdruck. Dennoch sei absehbar, dass in wenigen Jahren auch dort Sanierungsbedarf bestehen werde, sagt Wollny. „Die Mensa braucht eine Verjüngungskur.“ Er könnte sich bei dieser Gelegenheit eine ganz neue Lösung für den Mensabetrieb einschließlich Verlagerung vorstellen: „Eine Mensa gehört in die Mitte einer Schule“, sagt der Verwaltungsvorstand. Als Treffpunkt und Begegnungsstätte könne eine Mensa „ein zentrales Element“ des Schulzentrums sein. „Dann würde dort den ganzen Tag das Leben brummen.“ Das Problem des derzeitigen Mensagebäudes sei die etwas abgelegene Lage, die dazu beitrage, dass die Einrichtung nicht so gut angenommen werde.

Im Zuge der Brandschutzsanierung könnten die Klassentürme mit ihren großen, derzeit aber oft ungenutzten Gemeinschaftsflächen einen ganz neuen Zuschnitt erhalten. „Wir sollten tote Flächen nutzbar machen“, sagt Wollny. Denkbar sei etwa die Schaffung von Lerninseln für Kleingruppen. „Es gibt viele Ideen.“

Die Stadtverwaltung strebt an, dass im ersten Quartal nächsten Jahres vom Rat das künftige Raumprogramm für das Schulzentrum Am Spalterhals beschlossen wird. Das Raumprogramm soll dann als Basis für alle weiteren Pläne dienen. Zuvor muss noch entschieden werden, ob die Lisa-Tetzner-Schule künftig baulich auf einen drei- oder vierzügigen Betrieb ausgerichtet wird. Ein Architekt habe das Schulzentrum bereits begutachtet. „Ein ganz grober Entwurf“ für mögliche bauliche Lösungen liege vor, erläuterte Wollny während der Sitzung des städtischen Schulausschusses am Donnerstagabend.

Hoher Aufwand bei Planungen

Beschlusslage des Rates der Stadt ist weiterhin – wegen Brandschutzmängeln – der Abriss des von der Lisa-Tetzner-Schule genutzten D-Traktes des Schulzentrums und der Neubau an einer anderen Stelle auf dem Schulgelände. Während der Ausschusssitzung warb Wollny erneut für einen ergebnisoffenen Planungsprozess: „Wir sollten vorhandene Bausubstanz nicht vorschnell abreißen“, sagte er. Immerhin sei der D-Trakt bereits energetisch saniert. Die Verwaltung strebe einen wirtschaftlichen Vergleich aller denkbaren Varianten an.

Wegen des großen Volumens des Sanierungsprojektes müssen bereits die Planungsleistungen europaweit ausgeschrieben werden. Auch das macht das ganze Vorhaben langwierig: Nach den Worten des Fachdienstleiters für die Gebäudewirtschaft, Bora Kansu, rechnet die Stadtverwaltung derzeit im ungünstigsten Fall mit einem Baustart für die neuen LTS-Räume im September 2022. Das allerdings stieß bei der Politik auf Kritik: „Andere Kommunen schaffen solche Schulbauten in deutlich kürzerer Zeit“, sagte Grünen-Ratsfrau Ulrike Westphal.

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Von Andreas Kannegießer

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