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Barsinghausen Sprachpaten wünschen sich weitere Helfer im Team
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Sprachpaten wünschen sich weitere Helfer im Team
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00:17 20.01.2018
Subhi Sagher-Rashid (links) und sein Sprachpate Achim Siebert-Falkenstern üben gemeinsam für die anstehenden Klassenarbeiten. Quelle: Privat
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Barsinghausen

 Die Barsinghäuser Sprachpaten wünschen sich Unterstützung von weiteren freiwilligen Helfern, die bereit sind, Zuwanderer beim Deutschlernen zu unterstützen und sie auch bei anderen Problemen des Alltags zu unterstützen. Die Gruppe der Sprachpaten zählt nach den Worten ihrer Koordinatorin Beate Rühmkorf derzeit rund 25 Mitglieder, von denen allerdings längst nicht alle aktiv sind. Die Begeisterung für die Arbeit sei zuletzt ein bisschen abgeflaut, sagt Rühmkorf. „Der Bedarf an ehrenamtlicher Unterstützung besteht aber nach wie vor“, betont die pensionierte Lehrerin.

Das Sprachpatenprojekt war im Jahr 2012 von Integrationslotsen zusammen mit dem Integrationsbeirat entwickelt worden. Die Idee war, zugewanderte Menschen besonders auf der sprachlichen Ebene zu unterstützen, um ihnen das Ankommen in Barsinghausen zu erleichtern. Das Vorhaben hat sich bewährt. Viele Frauen und Männer hätten Patenschaften für Familien, Einzelpersonen und Schulkinder übernommen und diese meist über einen längeren Zeitraum begleitet, berichtet Rühmkorf. „Sich persönlich zu kennen und zusammen deutsch zu sprechen, ist eine ideale Voraussetzung, wenn Integration gelingen soll.“ Aus manchen Patenschaften  seien im Laufe der Zeit sogar Freundschaften entstanden, sagt die Koordinatorin.

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Die Sprachpaten kümmern sich nicht nur um Asylbewerber, sondern auch um Menschen, die schon länger am Deister leben. Das Erlernen der Sprache stehe im Mittelpunkt, aber es gehe auch oft um Alltagsfragen oder Behördenpost, erläutert Rühmkorf. „Gemeinsame Aktivitäten machen Patenschaften interessant und anregend.“ Dabei gelte stets der Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe.“

Die Gruppenkoordinatorin selbst betreut neben einer Familie auch eine Sprachlernklasse des Hannah-Arendt-Gymnasiums. Bei etwa vier Unterrichtsstunden wöchentlich ist sie im Unterricht dabei und assistiert dem jeweiligen Fachlehrer. Ansonsten besuchen die Sprachpaten ihre Schützlinge zumeist in deren Zuhause. Die meisten Betreuten kommen nach Rühmkorfs Worten derzeit aus Afghanistan und aus dem Iran, aber auch Kurden, Syrer und Bulgaren gehören dazu. 

Wer Interesse an einer Patenschaft hat und mehr wissen möchte, kann sich auf der Homepage des Freiwilligenzentrums Barsinghausen (FZB) im Internet unter www.freiwilligen-zentrum-barsinghausen.de informieren. Das FZB-Büro in der Marktstraße 33 ist montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr besetzt und in dieser Zeit telefonisch unter (05105) 6610399 erreichbar. Im Freiwilligenzentrum bieten die Sprachpaten auch gemeinsam mit dem FZB und dem Kirchenkreis Ronnenberg das Projekt „Übersetzungshilfe im Alltag“ an.

Von Andreas Kannegießer