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Barsinghausen Stadt will kurzfristig mehr Betreuungsplätze schaffen
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Stadt will kurzfristig mehr Betreuungsplätze schaffen
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18:29 11.06.2019
Auf der Suche nach einer Lösung für bessere Kinderbetreuung in Barsinghausen: Gerald Schroth (von links), Thomas Wolf und Fred Wellhausen. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Viele Eltern sind verzweifelt und wütend, weil sie keine Betreuungsplätze für ihre Kinder finden. Bis zu 150 Jungen und Mädchen stehen nach Angaben des Ersten Stadtrates Thomas Wolf auf einer Warteliste. Auf der Suche nach kurzfristigen Übergangslösungen prüft die Stadt auf Vorschlag der CDU/FDP-Ratsgruppe derzeit sechs mögliche Standorte im Stadtgebiet, um dort eventuell zusätzliche Betreuungsangebote schaffen zu können. In der nächsten Sitzung des Sozialausschusses am 27. Juni soll über die ersten konkreten Alternativen für zusätzliche Plätze bereits abgestimmt werden.

Nothilfe-Programm ist nötig

„Wir stehen vor einer großen Herausforderung und brauchen dringend ein Nothilfe-Programm, damit wir den betroffenen Eltern mit ihren Kindern eine Perspektive bieten können“, erklärt Thomas Wolf. Wichtig sei es, schnell und unkompliziert weitere Betreuungsplätze anzubieten. Zu diesem Zweck hat die CDU/FDP-Ratsgruppe jetzt sechs Immobilienstandorte im Stadtgebiet vorgeschlagen, die sich eventuell für eine Kindergartengruppe oder für eine Großtagespflege nutzen ließen – zumindest für einen befristeten Zeitraum.

„Damit wollen wir versuchen, eine kurzfristige Hilfe auf den Weg zu bringen. Dazu schlagen wir sechs Gebäude in Barsinghausen, Groß Munzel und Goltern vor, die sich unter Umständen ohne großen Aufwand für eine Kinderbetreuung herrichten ließen“, erläutert Gruppensprecher Gerald Schroth (CDU) in Übereinstimmung mit seinem FDP-Kollegen Fred Wellhausen.

Nun sei es Aufgabe der Stadtverwaltung, die Realisierungschancen für solche Übergangslösungen zu klären. Denkbar seien zum Beispiel die zeitlich befristeten Nutzungen für jeweils eine Kindergartengruppe mit 25 Jungen und Mädchen, für Großtagespflegen oder für Spielkreise als dritte Betreuungsform.

Öffentliche oder private Gebäude nutzen

Laut Schroth und Wellhausen handelt es sich bei den Vorschlägen sowohl um private als auch um öffentliche oder halböffentliche Gebäude. Konkrete Angaben zu den Standorten wollten die Politiker vor Abschluss der Machbarkeitsprüfungen nicht machen. Außer der räumlichen seien aber auch noch personelle Fragen zu klären, denn für eine zusätzliche Kinderbetreuung benötige die Stadt auch zusätzliches Fachpersonal.

Ziel der Stadt Barsinghausen sei es, mindestens 100 zusätzliche Kinderbetreuungsplätze bis Ende des Jahres 2019 einzurichten. „Aber natürlich müssen alle baulichen und pädagogischen Voraussetzungen für solche Lösungen passen. Wir gehen jetzt in die Prüfphase. Und wenn es passt, dann richten wir die neuen Plätze auch schnell ein“, betont Thomas Wolf.

Prüfergebnisse sollen am 27. Juni vorliegen

Für die nächste Sitzung des Sozialausschusses am 27. Juni um 18 Uhr in der Aula der Adolf-Grimme-Schule will die Verwaltung erste konkrete Prüfergebnisse vorlegen. Zudem kündigt der Erste Stadtrat einen Informationsabend für betroffene Eltern an. Dieser Infoabend beginnt am Mittwoch, 19. Juni, um 18 Uhr in der Aula des Schulzentrums Am Spalterhals.

Sowohl Thomas Wolf als auch Gerald Schroth und Fred Wellhausen zeigen Verständnis für die zum Teil emotional aufgeladenen Reaktionen von Eltern, die keinen Betreuungsplatz für ihre Kinder erhalten haben. Allerdings hätten sich die demografischen Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Kindergartenplanung in Barsinghausen stark verändert – mit deutlich mehr Familien und einer deutlich größeren Nachfrage nach Betreuungsplätzen als ursprünglich prognostiziert.

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Von Frank Hermann

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