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Barsinghausen Neuer Defibrillator soll im Ernstfall Leben retten
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17:18 28.02.2019
Alexander Groth (rechts) erläutert den Übungsleitern des TSV Egestorf den Gebrauch des neuen Defibrillators. Quelle: Andreas Kannegießer
Egestorf

Der TSV Egestorf will für noch mehr Sicherheit seiner Sportler beim Training in der vereinseigenen Sporthalle an der Ammerke sorgen. Aus diesem Grund hat der Verein einen vollautomatischen Defibrillator angeschafft, der ab sofort beim Trainingsbetrieb jederzeit zur Hand ist. Ein Defibrillator kann bei akutem Herz-Kreislaufversagen Leben retten: Das Gerät kann mit Hilfe gezielter Stromstöße das Herz wieder zum Schlagen bringen oder lebensbedrohliche Zustände wie Vorhof- oder Kammerflimmern beenden.

Den Defibrillator, der auch von medizinischen Laien problemlos zu bedienen sein soll, hat sich der Sportverein immerhin 1700 Euro kosten lassen. „Wir wollen auf der sicheren Seite sein, da wir nicht nur im Gesundheitssport ältere Teilnehmer haben“, sagte TSV-Abteilungsleiterin Gerda Baumann. Aber auch jüngeren Sportlern könne es passieren, dass das Gerät benutzt werden müsse. „Froh wären wir natürlich, wenn der Defibrillator nie eingesetzt werden müsste“, bekräftigte Baumann.

Seine Übungsleiterriege hat der TSV gleich doppelt auf mögliche Ernstfälle vorbereitet. Zunächst haben 16 Trainer und Übungsleiter eine Erste-Hilfe-Fortbildung beim Arbeiter-Samariter-Bund absolviert. Im zweiten Schritt wurde die Gruppe nun in die Handhabung des neuen Defibrillators eingewiesen. Alexander Groth vom Medizintechnikhandelsunternehmen MediCare machte deutlich, welche Bedeutung tatkräftigen Ersthelfern und Hilfsmitteln wie Defibrillatoren zukomme. „Statistisch überleben nur 6 Prozent der Betroffenen einen Herz-Kreislaufstillstand, der außerhalb eines Klinikums auftritt“, berichtete er. Mit einem Defibrillator in Reichweite sei es möglich, die Überlebenschance zu vervielfachen. „Ersthelfer müssen konsequent eingreifen. Sie können das Ruder herumreißen“, betonte Groth.

Im Ernstfall gibt der Defibrillator den Helfern alle Arbeitsschritte per Sprachausgabe vor. „Bleiben Sie ruhig“, appelliert das Gerät und erklärt dann, wie die Kleidung geöffnet und zwei Elektroden am Oberkörper der betroffenen Person befestigt werden müssen. Der Defibrillator analysiert dann selbst, ob und welche Art von Stromstößen abgegeben werden müssen, um den Herzschlag wieder in Gang zu setzen oder zu normalisieren. Klappt das nicht beim ersten Mal, gibt das Gerät sogar den Rhythmus für eine dann notwendige Herzdruckmassage einschließlich Beatmung des Patienten vor. Dank der lückenlosen Instruktionen könnten selbst Helfer ohne Ausbildung erfolgreich mit dem Defibrillator arbeiten, erläuterte Groth den Übungsleitern: „Wer Kaffee kochen kann, kann auch Leben retten“, versicherte der Experte.

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Von Andreas Kannegießer

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