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Barsinghausen Fünf Bürgerinitiativen wollen mit einer Stimme sprechen
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Fünf Bürgerinitiativen wollen mit einer Stimme sprechen
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17:55 13.05.2019
Der Ausbau der Ost-West-ICE-Trasse zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin ist als vordringliches Projekt in den Bundesverkehrswegeplan 2030 aufgenommen worden. Von einem teilweisen Trassenneubau könnte auch das Barsinghäuser Stadtgebiet betroffen sein. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Groß Munzel/Holtensen

Die Bürgerinitiative (BI) für den ländlichen Raum Munzel will noch enger mit anderen Initiativen aus den benachbarten Kommunen zusammenarbeiten, um gemeinsame Ziele rund um die geplante neue ICE-Trasse durchsetzen zu können. „Es ist für uns sehr wichtig, dass wir in der Region mit einer Stimme sprechen“, sagt BI-Vorsitzender Gerald Schroth.

In dem BI-Netzwerk arbeiten inzwischen fünf Initiativen aus dem Bereich zwischen Minden und Seelze zusammen. Alle Kommunen aus diesem Raum könnten von den Plänen der Deutschen Bahn betroffen sein, die ihre Ost-West-Schienentrasse im Zuge des Verkehrswegeplans 2030plus viel leistungsfähiger gestalten möchte. Die angepeilte deutliche Fahrzeitverringerung zwischen Nordrhein-Westfalen und Berlin lässt sich nach derzeitigem Planungsstand wohl nur umsetzen, wenn die vorhandene Streckenführung verkürzt und die Trasse für Geschwindigkeiten bis zu 300 Stundenkilometer aufgerüstet wird.

Die angekündigte Auslegung der Strecke auf Tempo 300 habe aus Sicht der BI alles über den Haufen geworfen, was bisher diskutiert worden sei, sagt Schroth. Die fünf Bürgerinitiativen wollen sich auch rechtlich gemeinsam beraten und vertreten lassen, berichtet der Vorsitzende. Das Geld für die beauftragte Kanzlei werde von den von der ICE-Trasse betroffenen Kommunen zur Verfügung gestellt. Grundlage ist auch die sogenannte Nenndorfer Erklärung, die von sieben Bürgermeistern – unter anderem aus Barsinghausen, Seelze, Nenndorf, Bückeburg und Porta Westfalica – vor wenigen Monaten unterzeichnet worden ist. In der Erklärung fordern die Kommunen, dass bei den Ausbauplanungen der ICE-Trasse „einem möglichst großen Nutzen für die Allgemeinheit möglichst geringe Belastungen für einzelne Betroffene“ gegenüberstehen müssten. Zu den weiteren Forderungen gehört auch, dass die Variantenprüfung und die detaillierte Trassenplanung „transparent und nachvollziehbar“ sein müssten und die betroffenen Kommunen frühzeitig fachlich zu beteiligen seien.

Die aktuelle Ungewissheit macht allen BI-Vertretern zu schaffen: „Unsere Arbeit ist schwierig, weil noch keine konkreten Planungen oder detaillierte Arbeitsgrundlagen vorliegen“, sagt Schroth. Fest steht offenbar nur, dass die Deutsche Bahn und das Bundesverkehrsministerium der Ertüchtigung der Ost-West-Trasse hohe Priorität beimessen. Bei einem Symposium mit Experten in Berlin vor wenigen Tagen sei bekräftigt worden, dass der Bundesverkehrswegeplan 2030 und der sogenannte Deutschlandtakt im Fahrplan wichtige Aspekte für die Zukunft des Bahnverkehrs seien, berichtet Schroth.

In der jüngsten Jahresversammlung der Munzeler BI wurden Vorsitzender Schroth und seine beiden Stellvertreter Dorothea Kannapke und Matthias Rattensperger in ihren Ämtern bestätigt. Ilse Pflueg bleibt Kassenwartin, Dietrich Jaeschke und Berthold von Hugo arbeiten als Beisitzer im Vorstand mit. Neu im Führungsteam der BI ist Thomas Ideker, der zum Schriftführer gewählt wurde.

Von Andreas Kannegießer

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