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Barsinghausen Pläne für neue Ortsdurchfahrt verunsichern manche Bürger
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Pläne für neue Ortsdurchfahrt verunsichern manche Bürger
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15:10 27.06.2019
An der Einmündung der Straße Am Steinhof in die Dammstraße diskutieren Bürger mit Verwaltungsvertretern aktuelle Verkehrsprobleme. Diese könnten sich nach dem Ausbau der Ortsdurchfahrt verschärfen, fürchten Anlieger. Quelle: Andreas Kannegießer
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Groß Munzel

Zwei Themenbereiche treiben die Einwohner von Groß Munzel derzeit besonders um: die Verkehrsprobleme auf der viel befahrenen Ortsdurchfahrt und die Verzögerungen bei der Sanierung der Grundschule am Steinhof. Das ist am Mittwochnachmittag bei der Bürgersprechstunde mit Bürgermeister Marc Lahmann und beim nachfolgenden Dorfrundgang mit Vertretern der Stadtverwaltung deutlich geworden.

Behindern Querungshilfen den Verkehr?

Die Sanierung der Landesstraße 392 in der Munzeler Ortslage ist beschlossene Sache, die Arbeiten sollen voraussichtlich in zwei Jahren ausgeführt werden. Die Pläne sehen vor, dass die Fahrbahndecke als Pilotprojekt mit einem sogenannten Flüsterasphalt versehen wird. Im gesamten Ortsbereich soll es künftig auf beiden Fahrbahnseiten kombinierte Geh- und Radwege geben, die breit dimensioniert sind. An drei neuralgischen Punkten im Ort – an der Einmündung der Straßen Am Steinhof, An der Zuckerfabrik und am nördlichen Ortsrand – sollen den Plänen zufolge sogenannte Querungshilfen gebaut werden, die die Fahrbahnbreite zusätzlich einschränken. Nicht alle Anlieger halten die Standorte der Querungshilfen für optimal, wie bei der Bürgerfragestunde deutlich wurde. Unsicherheiten gibt es auch wegen befürchteter Probleme beim Begegnungsverkehr. Gerade im Bereich Am Steinhof könnte zu wenig Platz für Fahrzeuge übrig bleiben, hieß es beim Dorfrundgang.

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Die Munzeler Grundschule ist in den vergangenen Jahren in mehreren Bauabschnitten modernisiert worden. Noch aber ist längst nicht alles fertig. So müssen die Sanitärbereiche und die Sporthalle noch saniert werden. Die Fortsetzung des Projektes stockt inzwischen aber: Der Stadt fehlt das Personal zur Planung und Baubetreuung, weil sicherheitsrelevante Vorhaben anderswo Vorrang haben. „Ich würde gerne morgen alles machen, aber wir haben einfach die Kapazitäten nicht“, sagte Lahmann beim Rundgang.

Bushaltestelle soll umgebaut werden

Rund um die Schule gibt es weitere Probleme, die einer Lösung bedürfen. So wird der nicht sehr große Schulparkplatz offenbar regelmäßig von Gewerbebetrieben genutzt, die dort Monteurfahrzeuge und Anhänger abstellen. Die Vertreter der Verwaltung wussten Rat: So soll demnächst eine Parkscheibenregelung für den Schulhof eingeführt werden, ebenso auf einer Fahrbahnseite der Zufahrtstraße Am Steinhof. Die aus Sicht der Schule ungünstig gestaltete Bushaltestelle auf dem Parkplatz soll für das Jahr 2021 in das Ausbauprogramm für barrierefreie Haltestellen aufgenommen und dann ganz neu gestaltet werden. Bis dahin, so die Idee der Verwaltung, können die Busse mithilfe von Kunststoffelementen auf der Fahrbahn behelfsmäßig so gelenkt werden, dass Gefahren für die Kinder minimiert sind.

Die Bushaltestelle vor der Grundschule ist ungünstig gestaltet, anfahrende Busse schwenken mit dem Heck in den Gehwegbereich hinein. Die Stadtverwaltung plant nun für 2021 einen vollständigen und barrierefreien Umbau. Quelle: Andreas Kannegießer

Auf der anderen Seite des Schulgeländes im Bereich des Spielplatzes gibt es regelmäßig Probleme mit Vandalismus, berichtet Schulleiterin Elke Jasper beim Rundgang. Häufig würden Flaschen oder Scherben in der Sandkiste oder den umliegenden Bereichen entdeckt. Abhilfe sollen nun bewegungsgesteuerte Strahler schaffen, die den Spielplatz als Rückzugsort für nächtliche Gelage weniger attraktiv machen dürften. Zudem gibt es Einigkeit zwischen Schule, Stadtverwaltung und Sportverein, dass eine erst kürzlich auf mehreren Metern Länge entfernte Hecke auf der Grenze zwischen Schulgelände und TSV-Sportplatz wieder neu angelegt wird.

Auf der Straße Am Steinhof, der Zufahrt zur Munzeler Grundschule, ist eine neue Parkregelung notwendig, damit Einsatzfahrzeuge jederzeit das Schulgelände erreichen können. Quelle: Andreas Kannegießer

 

Von Andreas Kannegießer