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Barsinghausen Rasen ICE-Züge bald mit Tempo 300 durchs Calenberger Land?
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Rasen ICE-Züge bald mit Tempo 300 durchs Calenberger Land?
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18:36 31.01.2019
Vertreter der Bürgerinitiativen gegen den Neubau einer ICE-Trasse sprechen im Verkehrsministerium in Berlin mit Staatssekretär Enak Ferlemann (Dritter von links) über die aktuellen Planungen der Bahn. Quelle: Privat
Groß Munzel

Die Bürgerinitiative (BI) für den ländlichen Raum Munzel und weitere verbündete Initiativen befürchten, dass die Planungen zum Bau einer neuen ICE-Trasse durch das nördliche Calenberger Land wieder aktuell werden könnten. Der Grund: Die Deutsche Bahn hat ihren sogenannten Zielfahrplan 2030plus veröffentlicht, der auch einen halbstündigen ICE-Takt zwischen Nordrhein-Westfalen und Berlin vorsieht. Um diesen Takt zu ermöglichen, ist eine Fahrzeitverkürzung um mindestens 20 Minuten Voraussetzung, wie BI-Vorsitzender Gerald Schroth mitteilt. Diese erhebliche Zeitverkürzung liege deutlich über den bisher genannten acht Minuten und könne nur durch erheblich höheres Tempo der Züge erreicht werden. Den neuen Informationen der Bürgerinitiativen zufolge sollen die ICE-Züge langfristig zwischen Westdeutschland und Berlin auf mindestens der Hälfte der Strecke mit Tempo 300 unterwegs sein können.

Der neue Zielfahrplan habe viele Fragen bei den Initiativen aufgeworfen, berichtet Schroth. Um Antworten zu bekommen, ist eine Delegation von BI-Vertretern jetzt zu einem Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann ins Bundesverkehrsministerium nach Berlin gereist. Dabei waren Vertreter der Munzeler BI, der Initiative „Mit Masse gegen die Trasse“ aus Bad Nenndorf, der BI „Seelze gegen neue Bahntrassen“ und auch Barsinghausens Bürgermeister Marc Lahmann. Im Gespräch ist nach Schroths Worten deutlich geworden, welch hohe Bedeutung das Ministerium und die Bahn gerade dem Trassenausbau zwischen Bielefeld und Hannover beimessen. Ohne dieses Großprojekt sei das erklärte Ziel des deutschlandweiten Taktfahrplans nur schwerlich zu realisieren, hieß es.

Ebenso deutlich wurde demnach, dass eine weitgehend an der vorhandenen Bahntrasse orientierte Ausbauvariante wohl nicht ausreichen würde, um die ehrgeizigen Tempoziele zu erreichen. Auf die Frage der Besucherdelegation, in welchen Streckenabschnitten künftig Tempo 300 gefahren werden soll, konnten Ferlemann und seine Mitarbeiter aber noch keine Antwort geben. Der Staatssekretär habe zugesagt, dem Planfeststellungsverfahren für die Bahntrasse einen bürgernahen Dialog vorzuschalten, berichtet Schroth. Ziel sei es, eine Variante mit betroffenen Bürgern und Kommunen zu erarbeiten, die einen großen Konsens habe. Die Vertreter der Initiativen rechnen nach dem Gespräch aber damit, dass mit einem solchen Dialogforum erst frühestens 2020 zu rechnen sein wird. „Initiativen, Anwohner und die Verwaltungen der Städte müssen sich also weiterhin in Geduld üben.“

 

Von Andreas Kannegießer

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